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Sicherheit im Untergrund
Vor der Hegner Klostermauer geht eine bis zu neun Meter tiefe Baugrube auf Wanderung
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Die Vorbereitungen haben bereits Mitte November vergangenen Jahres begonnen, seit Mitte Januar laufen nun die abschnittsweisen Grabungen für den Verbandssammler bei Hegne. Der Schmutz- und Regenwassersammelkanal ist dem späteren Tunnel Hegne im Weg und muss deshalb aufwendig umverlegt und auf 600 Metern Länge neu errichtet werden. Die Kanäle liegen ungewöhnlich tief: Teils müssen sich die Mitarbeitenden bis zu neun Meter in den Boden graben, weshalb die Sicherheit der Baugrube Priorität hat. Die Wände werden mit einem so genannten Gleitschienenverbau vor dem Einstürzen geschützt.
Der Boden wird nicht in kompletter Länge aufgegraben, sondern in einzelnen Abschnitten. Sobald die entsprechende Tiefe erreicht ist, werden die neuen Schmutz- und Regenwasserrohre eingebracht. Anschließend kann der Sicherungsverbau versetzt werden, sodass die Grube sozusagen „wandert“. Während der hintere Bereich bereits wieder zugeschüttet wird, wird im vorderen Bereich ausgegraben und in der Mitte weitere Rohre verlegt.