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B 294 – Schiltach: Modernisierung von Kirchberg- und Schlossbergtunnel

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Fachinformationen

Daniel Heilig
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 Öffentlichkeitsbeteiligung

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Das Großprojekt

Die Ortsdurchfahrt von Schiltach wird seit 1991 durch die beiden Tunnel durch den Kirchberg und den Schlossberg (B 294) entlastet. Wie auch die Tunnel kinzigtalabwärts, werden die Tunnel nun komplett modernisiert und zusätzlich mit Rettungsstollen ausgestattet. Damit werden die Tunnel fit für die Zukunft gemacht.

Baustart Anfang 2027

Die zentrale Umsetzungsphase des Großprojektes wird ab Jahresbeginn 2027 mit dem Bau der Rettungsstollen an beiden Tunnelröhren beginnen. Von diesen Arbeiten ist der Verkehr der Bundesstraßen im Tunnel nicht betroffen.

Tunnelsperrungen ab Mai 2028

Ab Mai 2028 beginnt die Sanierung der bestehenden Tunnelröhren. Diese Arbeiten können nur unter Vollsperrung stattfinden. Beide Tunnel werden komplett entkernt und neu aufgebaut sowie mit neuster Technik ausgestattet (siehe Informationen unten).

Umleitungskonzept während Vollsperrung

Die Bundesstraßen 462 und 294 sind wichtige Verbindungen in das Kinzigtal bzw. Richtung Nordschwarzwald und die Autobahn A 81. 

Während der Vollsperrung der Tunnel wird der Verkehr sowohl weiträumig über alternative Landes- und Bundesstraßen umgeleitet. 

Innerörtlich erfolgt die Umleitung über die Ortsdurchfahrt. Hierdurch wird eine erhöhte Belastung entstehen.

Um möglichst gute Lösungen für die innerörtliche Umleitungsstrecke zu finden, ist ein Fachbüro involviert. Außerdem werden die Planungen eng mit der Stadt Schiltach abgestimmt und entwickelt. Hinweise der Bevölkerung werden ebenfalls geprüft.

Zahlen & Fakten

Ortslage: Stadt Schiltach
Bauherr: Bundesrepublik Deutschland
Eigentümer: Bundesrepublik Deutschland
Planung: Regierungspräsidium Freiburg
Baufirmen: N.N.
Bauzeit (vorauss.): 2027 bis 2030
Kostenschätzung: 77,7 Mio. Euro (Stand 2023)

Termine

Öffentliche Informationsveranstaltung:

Am Mittwoch, 28. Oktober, lädt das Regierungspräsidium alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung in die Friedrich-Grohe-Halle ein. Beginn ist um 19 Uhr. 

Baubeginn: Januar 2027 (Rettungsstollen)
Bauende: Frühjahr 2030
Vollsperrungen: 
Schlossbergtunnel: voraussichtlich ab Mai 2028 bis Juli 2029
Kirchbergtunnel: voraussichtlich ab September 2029 bis März 2030

Das Projekt

Die beiden, jeweils einröhrigen Kirchbergtunnel (1.840 m) und Schlossbergtunnel (844 m), liegen bei Schiltach im Schwarzwald (Landkreis Rottweil) und wurden 1991 in Betrieb genommen. Sie stellen die Ortsumfahrung von Schiltach für die Bundesstraßen B 294 und B 462 dar. Die beiden Tunnel entsprechen nicht mehr den heutigen Standards und Sicherheitsanforderungen. Daher müssen diese baulich und betriebstechnisch auf den neusten Stand gebracht werden. 

Die Technik der beiden Tunnel ist in einem Betriebsgebäude gebündelt.

  • Modernisierung beider Tunnel
  • Gewährleistung geltender Sicherheitsanforderungen
  • Gewährleistung dauerhafter Funktionstüchtigkeit

Erneuerung der Sicherheits- und betriebstechnischen Anlagen:

  • Sicherheitseinrichtungen
    • Notrufanlage, Videotechnik, Tunnelfunk, Lautsprecheranlage, Fluchtwegkennzeichnungs- und Orientierungsbeleuchtung, Leiteinrichtungen sowie Elemente zur visuellen Führung, Brandmeldeeinrichtungen, Brandbekämpfungseinrichtungen
  • Beleuchtungsanlagen
    • Tunnelbeleuchtung, Außenbeleuchtung Vorfelder, Beleuchtung Betriebsgebäude, Elektrostollen und Lüfterkaverne sowie Rettungsstollen, Notbeleuchtung
    • Messeinrichtungen wie z. B. Leuchtdichtekamera
  • Tunnellüftung
    • Tunnellüftung, Rettungsstollenlüftung, Messeinrichtungen wie z. B. Strömungsmessung oder Sichttrübe
  • Verkehrstechnik und Verkehrstechnische Einrichtungen (u. a. mit Tunnelsperrschranken, Streckenstationen, Einrichtungen zur Stau-Erkennung, Beschlagswarnung)
  • Zentrale Anlagen
    • Betriebsgebäude, Elektrostollen und Lüfterkaverne mit Abluftkamin, Energieversorgung

Bauliche Maßnahmen:

  • Bau von Rettungsstollen mit Wegen ins Freie und Notausgängen von den Bestandstunnel aus in die Rettungsstollen
  • Sanierung der Löschwasserversorgung (Hydranten im Tunnel und an den Portalen) sowie Bau eines Schieberschachtes beim Betriebsgebäude
  • Abschrägung der Stirnseiten in den Pannenbuchten
  • Erneuerung der Schallschutzelemente im Portalbereich
  • Anbringen von Geländern zur Absturzsicherung über den Portalen
  • Aufbringen einer weißen Beschichtung an den Tunnelwänden
  • Bau von 2 Auffangbecken (Havariebecken) für abgeleitete Tunnelwässer
  • Ertüchtigung der Entwässerungseinrichtungen
  • Ausbruch von 13 Nischen in den Bestandstunneln zur Unterbringung von begehbaren Notrufsprechstellen
  • Absenkung der Notgehwege in den Bereichen der Notausgänge und der Notrufsprechstellen (Barrierefreiheit)
  • Ertüchtigung des oberirdischen Betriebsgebäudes sowie des unterirdischen Elektrostollens sowie der Lüfterkaverne
  • Erneuerung des Straßenbelags im Tunnel und den Vorfeldern

Weitere Informationen