Fortbildung / Bibliothekarische Arbeitskreise / Praktika
Kontakt
Ansprechpartnerin
Ingrid Hellriegel
Als Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen bieten wir regelmäßig Fortbildungen an und organisieren bibliothekarische Arbeitskreise. Auf dieser Internetseite finden Sie Informationen zum unserem Angebot. Hier informieren wir Sie auch über Praktikumsmöglichkeiten bei der Fachstelle für öffentliches Bibliothekswesen.
Wir bieten regelmäßig Fortbildungen zu grundlegenden und aktuellen Fragen der Bibliotheksarbeit an. Die Fortbildungen finden in Präsenz oder als Online-Veranstaltungen statt.
Fortbildungen 2026
Dienstag, 13. Oktober 2026, 9:00 – 16:00 Uhr
Online
Referentinnen: Maria Klupp, Diplom-Psychologin, Kommunikationstrainerin und zertifizierter Business- & Life-Coach (DBCA)
Teilnahmebetrag: 45 Euro
Teilnehmerbegrenzung: 12
Immer mehr Bibliotheken stellen auf „Open Library“, das Konzept einer „offenen Bibliothek“ um.
Die Fortbildung gibt zunächst einen Gesamt-Überblick über die vielfältigen Veränderungen, die das Modell mit sich bringt: Neue Technik, bauliche Veränderungen, andere Anforderungen an Einrichtung und Beleuchtung, organisatorische Veränderungen usw.
Vergessen wird bei all diesen Veränderung aber oft, dass sich aus psychologischer Sicht auch das Verhältnis zwischen Bibliothek und Nutzer*innen durch „Open Library“ grundlegend verändert. Dies werden wir in der Fortbildung gezielt unter die Lupe nehmen, und untersuchen, wie sich die Dienstleistungs-Rolle im Kontakt mit den Bibliotheks-Kund*innen wandelt.
Eine erfolgreiche Einführung von „Open Library“ ist zudem eine kommunikative Herausforderung: Es gilt die vielfältigen Veränderungen, die das neue Bibliotheksmodell mit sich bringt, und die in jeder Bibliothek im Detail unterschiedlich umgesetzt werden, den Kund*innen zu vermitteln. Anders als man vielleicht zunächst denkt, erfordert das Modell „Open Library“ besonders in der Einführungsphase nicht weniger Kundenkontakt, sondern mehr Kommunikation mit den Nutzer*innen!
Zielgruppe
Mitarbeiter*innen und Führungskräfte in öffentlichen Bibliotheken
Voraussetzungen
Die Fortbildung richtet sich gezielt an Mitarbeiter*innen, deren Bibliotheken sich auf die Einführung von „Open Library“ vorbereiten und Mitarbeiter*innen, die bereits mit Open Library arbeiten.
Ziele
Sie
- wissen, woher das Modell Open Library stammt und was es auszeichnet.
- haben erarbeitet, welche Veränderungen durch Open Library sowohl auf Kund*innen als auch auf Mitarbeiter*innen zukommen.
- haben die Veränderungen im Verhältnis zwischen Bibliothek und Nutzer*innen reflektiert.
- haben erarbeiten, wie Sie Ihre Dienstleistungsrolle zielführend für die Arbeit in der offenen Bibliothek weiterentwickeln können.
- haben ein Modell kennengelernt, mit dem Sie die Kommunikation mit den Nutzer*innen in der Einführungsphase kundenorientiert gestalten können.
Inhalte
- Das Open-Library-Konzept – die Ursprünge in Dänemark und Schweden
- Welche Veränderungen generell bringt Open Library mit sich?
- Die besonderen Veränderungen im Verhältnis zwischen Bibliothek und Nutzer*innen
- Die Weiterentwicklung der Dienstleistungsrolle als Bibliotheks-Mitarbeiter*in im Modell „Open Library“
- Das 4-Schritte-Modell: Veränderungen erfolgreich und kundenorientiert kommunizieren
- Transfer in den eigenen Arbeitsalltag
Methoden
Wirkungsvoller Mix aus Theorie, interaktiven Online-Methoden, Gruppenarbeit in Teilgruppen-Räumen, moderiertem kollegialem Austausch
02. November 2026, 10:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Online
Referentinnen: Yasmina Steck, Christiane Gieseking-Anz, Charlotte Weber (Mehr Demokratie e.V.), Pia Löffler (Mediathek Kirchzarten)
Bibliotheken sind niederschwellige, konsumfreie öffentliche Orte der Begegnung und des Austauschs und verstehen sich als Orte gelebter Demokratie.
Aber wie können Bibliotheken ganz konkret Räume für demokratischen Austausch schaffen?
„Sprechen & Zuhören“ ist ein Dialogformat, in welchem Menschen aus ihren eigenen Erfahrungen erzählen und einander aufmerksam zuhören, ohne sich gegenseitig zu unterbrechen.
In der Online Veranstaltung lernen Sie „Sprechen & Zuhören“ kennen. Yasmina Steck vom Verein Mehr Demokratie e.V. https://www.mehr-demokratie.de/ gibt Einblick in die Grundidee und das Format, das durch geschulte Moderator*innen umgesetzt wird.
Im Seminar werden wir mittels einer kurzen interaktiven Übung „Sprechen & Zuhören“ direkt erleben und vom Moderator*innen-Pool im Regierungsbezirk Freiburg hören. Es folgen Erfahrungsberichte aus der Bibliothekspraxis. Im Anschluss gibt es Zeit für Fragen und Austausch.
Montag, 9. November 2026, 9:30 - 15 Uhr
Theater Eurodistrict Baden Alsace
Europäisches Forum am Rhein NEURIED
Bibliotheken spielen eine zentrale Rolle in der Vermittlung von Wissen und Informationskompetenz. Was setzen Bibliotheken am Oberrhein Desinformation und Verbreitung von Fake News entgegen und wie tragen sie zur Entwicklung einer kritischen Haltung bei?
Wir laden Sie herzlich ein zum grenzüberschreitenden Austausch zu Best Practice und verschiedenen Vermittlungsangeboten.
Organisiert von der Collectivité européenne d’Alsace, der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen (Regierungspräsidium Freiburg) und dem Euro-Institut im Rahmen des Festivals Décodage.
Programm:
ab 9:30 Uhr: Ankommen
10:00 Uhr: Vorführung des Films „KI - Der Tod des Internets“ von Mario Sixtus (2025)
11:00 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Philippe Viallon, Professor für Informations- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Straßburg, Inhaber des Unesco-Lehrstuhls „Journalistische und mediale Praktiken. Zwischen Globalisierung und kultureller Vielfalt“
12.00-13.00 Uhr: Mittagspause (vor Ort gibt es Verpflegungsmöglichkeiten für Selbstzahler)
13:00-14.45 Uhr: Workshops
1/ Entdecken Sie den Mashup-Table und stellen Sie einfach informative Videos her – oder Fake News, die es zu entlarven gilt (Bibliothèque d’Alsace)
2/ „Fake oder Fakt? Wie Fake News Meinungen beeinflussen, und was wir dagegen tun können“ (Mediathek Kehl)
3/ „Echt jetzt? Wie du Fakes von Fakten unterscheidest“ Medienpädagogisches Angebot für Schulklassen (Fachstelle Freiburg)
14.45-15:00 Uhr: Abschlussrunde
Organisiert von der Collectivité européenne d’Alsace, der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen (Regierungspräsidium Freiburg) und dem Euro-Institut im Rahmen des Festivals Décodage.
Melden Sie sich gerne unter diesem Link an. Die Veranstaltung wird verdolmetscht.
Wichtig: Leider wird das Europäische Forum am Rhein mit den öffentlichen Verkehrsmitteln inzwischen nicht mehr angefahren.
Bitte bilden Sie nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften oder teilen Sie uns mit, wenn Sie eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen.
Sie gelangen mit der Busverbindung 301 von Kehl oder Offenburg bis « Goldscheuer Gewerbegebiet ». Von dort würden wir gegebenenfalls einen Autotransfer organisieren.
11. November 2026, 10:00 – 11:30 Uhr
Ort: online
Referentinnen: Simone Götz und Miriam Brehm, Medienanstalt für Baden-Württemberg (LFK)
Mitarbeitende der LFK, geben einen Überblick über ihre Medienkompetenzangebote für unterschiedliche Altersgruppen – von der frühkindlichen Medienbildung bis hin zu Angeboten für Seniorinnen und Senioren.
Vorgestellt werden Projekte und kostenfreie Materialien, die Bibliotheken für ihre Arbeit nutzen und bei der LFK bestellen können, unter anderem die Lern-App „Starthilfe – digital dabei“, die älteren Menschen erste Schritte am Smartphone und Tablet vermittelt und auch in begleiteten Kursangeboten eingesetzt werden kann.
Es wird genügend Zeit für Fragen und Austausch geben.
Montag, 30.11.2026, von 10-12 Uhr
Ort: online (Videokonferenzplattform Webex)
Referent: Volker Heydegger, Leiter der DBS-Redaktion am Hochschulbibliothekszentrum (hbz)
Gemeinsam mit den Fachstellen Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen laden wir sie am Montag, 30.11.2026, von 10-12 Uhr sehr herzlich zu unserer Online-Fortbildung „Deutsche Bibliotheksstatistik 2026“ ein. Die Veranstaltung findet auf der Konferenzplattform Webex statt.
Zu Beginn des Workshops informiert Volker Heydegger, Leiter der DBS-Redaktion am Hochschulbibliothekszentrum (hbz), über Änderungen und Neuerungen für das DBS-Berichtsjahr 2026. Herr Er beantwortet dazu gerne Ihre Fragen und stellt auch die Blitzlicht-Abfrage vor, die sich in diesem Jahr mit der Bibliothek der Dinge befasst.
In der zweiten Hälfte teilen wir Sie in Kleingruppen nach Regierungsbezirk auf und stellen von Fachstellenseite Grundlagen, Hilfefunktionen und Praxistipps rund um das Thema Statistik vor. Zum Abschluss zeigen wir auf, wie Sie die DBS toll für eigene Zwecke nutzen können.
14. Dezember 2026, 10:00 – 17:00 Uhr
Ort: Regierungspräsidium Freiburg, 4. OG, Raum Ortenau 4.81
Referentin: Sonja Bluhm
Teilnahmebetrag: 45 €
Teilnehmerbegrenzung: 20
Laut einer Umfrage des dbv waren im letzten Jahr 37% der teilnehmenden Bibliotheken von Haushaltskonsolidierungen betroffen, 23% stehen unter einer globalen Haushaltssperre und 28% haben mit Mittelkürzungen zu kämpfen.
Die Kürzungen treffen auf meistens ohnehin schon knapp ausgestattete Bibliotheken. Hinzu kommen vielerorts noch Langzeiterkrankte im Team, so dass diese Situation zwangsläufig zur Reduzierung von Öffnungszeiten, Veranstaltungen oder Angeboten führt.
Häufig liegt die Entscheidung darüber, was aufgrund knapper werdender Ressourcen nicht mehr angeboten werden kann, bei der Bibliotheksleitung. Dabei stellen sich viele Fragen:
- Wie trifft man die Entscheidung, ob es nun weniger Medien, weniger Veranstaltungen oder weniger Öffnungszeiten geben soll?
- Wie gehe ich mit Engpässen an der Theke um? Oder wird die Bibliothek an solchen Tagen geschlossen?
- Ist eine Entlastungsanzeige ein adäquates Instrument und wann und wie setze ich es ein?
- Wie lässt sich mit dem eigenen schlechten Gewissen – gegenüber dem Team oder den Kundinnen und Kunden – umgehen?
In dieser Fortbildung wird es daher um Strategien gehen,
- wie Aufgaben und Angebote priorisiert werden können
- wie Engpässen (kurzfristig) begegnet werden kann
- wie Handlungsspielräume geschaffen und genutzt werden können
- wie sich der eigene Anspruch mit der Realität zusammenbringen lässt und
- wie Transparenz gegenüber Öffentlichkeit und Träger hergestellt werden kann.
Juristische und personalrechtliche Fragen sind nicht Bestandteil der Fortbildung.
Bibliothekarische Arbeitskreise
7. Dezember 2026, 10 – 16 Uhr
Stadtbibliothek Karlsruhe
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Simone Kerner
16. November 2026
Uhrzeit: 10:00 – 12:00 Uhr
Ort: online per Videokonferenz Webex
>>Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Simone Kerner, E-Mail senden
Frühjahr 2027 (genauer Termin wird noch bekannt gegeben)
Praktika
Das Regierungspräsidium Freiburg - Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen bietet im Regelfall jeweils einen Praktikumsplatz pro Halbjahr für Studierende der Studienrichtung Bibliotheks- und Informationsmanagement (B.A.) der Hochschule der Medien - Fakultät Information und Kommunikation, Stuttgart, an.
Dauer des Praktikums: nach Absprache
Das Praktikum ist verknüpft mit der Durchführung von Projekten zur Öffentlichkeitsarbeit, Leseförderung und Medienkompetenz und Ähnliches. Je nach Interesse ist die Mitarbeit bei einem oder mehreren Projekten möglich. Vorschläge von Studierenden zur Projektarbeit sind erwünscht.
Wir bieten:
- die verantwortliche Mitarbeit an der Konzeption und Durchführung von Projekten,
- Einblick in die Arbeit einer modern geführten Fachstelle,
- engen Kontakt zu den Bibliotheken der Region,
- Teilnahme an Tagungen, Fortbildungen und Veranstaltungen in kommunalen öffentlichen Bibliotheken,
- verkehrsgünstige Lage,
- Praktikumsvergütung nach den Richtlinien des Finanzministeriums für die Gewährung von Praktikumsvergütungen vom 15. April 2010
Bitte richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Bewerbungsunterlagen an:
Regierungspräsidium Freiburg
Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen
Bissierstraße 7
79114 Freiburg i. Br.
oder gern auch per E-Mail an fst@rpf.bwl.de
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Simone Kerner E-Mail senden.