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Schule und Bildung

Schulaufsicht bleibt dabei: Waldorfschule Dachsberg (Kreis Waldshut) wird geschlossen

Weiterbetrieb ist im Hinblick auf das Wohl der Schülerinnen und Schüler nicht zu vertreten./ Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg bleibt abzuwarten

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Der Innenhof eines Dienstgebäudes des Regierungspräsidiums

Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) hält an der Schließung der Freien Waldorfschule Dachsberg (Kreis Waldshut) zum Schuljahresende fest. Wie das RP am Mittwoch mitgeteilt hat, ist ein Weiterbetrieb aus Sicht der Schulaufsicht im Hinblick auf das Wohl der Schülerinnen und Schüler nicht zu vertreten. Folglich werden die gerichtlichen Verfahren, die zuvor in Absprache mit dem Schulträger ruhend gestellt worden waren, wieder aufgenommen. Der Trägerverein der Schule hatte gegen den Widerruf der Schulgenehmigung durch das RP geklagt. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg bleibt nun abzuwarten.

Hintergrund für die Entscheidung des RP ist die weiterhin bestehende Unzuverlässigkeit des Trägervereins der Schule. Zwar hat dieser insbesondere nach dem am 25. Juni erfolgten Widerruf der Schulgenehmigung durch das RP eine Umstrukturierung der Schule vorangetrieben. Nach mehreren einschlägigen Vorgängen, die sich seither ereignet haben, fehlt der Schulaufsicht aber das Vertrauen, dass eine verlässliche und nachhaltige Erneuerung möglich ist. 

Das RP betont, dass die Entscheidung zur Schließung der Schule keineswegs kurzfristig gefallen ist. Bereits seit Frühjahr 2025 steht die Schulaufsicht der Behörde aufgrund einer Vielzahl von Beschwerden von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften mit der Schule und dem Trägerverein in Kontakt. Das RP hat dem Schulträger mehrfach Gelegenheit gegeben, die Mängel zu beseitigen. Im Laufe des Jahres wurden aber immer mehr Mängel offenbar, die vielfältige Themen wie die Durchführung von Abschlussprüfungen, die Qualifikation von Lehrkräften und Verletzungen der Aufsichtspflicht betreffen. Maßgebliche Änderungen erfolgten nicht, stattdessen wurden dem RP teilweise falsche Unterlagen vorgelegt.

Wie das RP mitteilt, wurden erst auf massiven Druck der Schulaufsicht und angesichts der Schließung Umstrukturierungen eingeleitet. Echte Verhaltensänderungen im Schulbetrieb und der Kommunikation der Schule sowie des Trägervereins sind nicht erkennbar. Zum Beispiel gibt es aktuell erneut Unregelmäßigkeiten bei der Vorlage von Zeugnissen an das Staatliche Schulamt zur Anerkennung des Hauptschulabschlusses. Für den Abschluss maßgebende Fächer wie Physik, Geschichte und Geographie wurden nicht in den Zeugnissen ausgewiesen. Diese Fächer wurden teilweise gar nicht oder nicht im erforderlichen Umfang unterrichtet. Darüber hinaus erreichen das RP weiterhin Elternbeschwerden, wonach im Zusammenhang mit den nun anstehenden Schulwechseln Kinder bloßgestellt würden. Zudem sind Informationen, die die Schule an Eltern und die Öffentlichkeit gegeben hat, teilweise falsch oder irreführend. 

„Ein Weiterführen des Schulbetriebs ist vor diesem Hintergrund nicht vertretbar“, erklärte Regierungspräsident Carsten Gabbert. Er wies darauf, dass die Schulverwaltung den erforderlichen Wechsel der rund 200 Schülerinnen und Schüler an andere Schulen weiterhin eng begleite. 

Hintergrundinformation: Im Regierungsbezirk Freiburg gibt es 15 Waldorfschulen (inkl. Dachsberg), die zu den insgesamt rund 250 Privatschulen zählen. Das RP hat die Schulaufsicht über alle Privatschulen inne, das heißt, es genehmigt diese und überwacht, ob die Genehmigungsvoraussetzungen eingehalten werden. Wenn Hinweise auf Mängel eingehen, geht die Schulaufsicht diesen nach. Die Privatschulen erhalten vom Land Baden-Württemberg finanzielle Zuschüsse in Höhe von bis zu 90 Prozent der Mittel, die staatliche Schulen erhalten. 

Zur Pressemitteilung des RP vom 25.06.2026 zur Schließung der Waldorfschule Dachsberg: Regierungspräsidium schließt Waldorfschule Dachsberg | Regierungspräsidium Freiburg

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