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Mooswälder bei Freiburg

Künemund und Leitz

Ihr Ansprechpartner

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Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
Referat 56
79083 Freiburg i. Br.

Lage des Natura 2000-Gebiets

Das Natura 2000-Gebiet umfasst das FFH-Gebiet 7912-311 „Mooswälder bei Freiburg“ (FFH-Gebiet 7912-341 „Glotter und Nördlicher Mooswald“ und FFH-Gebiet 8012-341 „Breisgau“) sowie das Vogelschutzgebiet 7912-441 „Mooswälder bei Freiburg“. Das FFH-Gebiet besteht aus 12, das Vogelschutzgebiet aus 8 flächigen Teilgebieten.

Einen großen Anteil des Gebiets nehmen Wälder ein. Diese Waldungen gehören zu den größten zusammenhängenden Waldflächen der Oberrheinebene, die im unmittelbaren Siedlungsbereich der Stadt Freiburg mit ihren umliegenden Gemeinden sowie im Norden der Stadt Emmendingen und der Gemeinde Teningen liegen. Die Waldflächen befinden sich auf den ehemaligen Kiesschottern der Schwarzwaldflüsse Dreisam, Glotter und Elz. Der Mooswald sowie die Teninger Allmend waren bis in das letzte Jahrhundert hinein Flussauenwälder.

Übersichtskarte

Charakteristik

​Naturräumlich ist das Gebiet dem Südlichen Oberrhein-Tiefland, der Teileinheit „Freiburger Bucht“ zuzuordnen.Das Wort „Moos“ wird im süddeutschen Raum für „Sumpf“ oder „sumpfiges Gelände“ gebraucht. Die Mooswälder sind Reste großflächiger Waldbestände auf den Schwemmfächern von Dreisam, Elz und Glotter am Fuß der Vorbergzone. Der Kaiserstuhl und der Nimberg im Westen lenken diese Flüsse nach Norden ab und bewirken gleichzeitig den Anstau von Grund- und Oberflächenwasser, woraus die feuchten Niederungen entstanden.

Kennzeichnend für das Gebiet sind insbesondere die großen zusammenhängenden Eichen-Hainbuchenwälder mit hohem Flatterulmenanteil. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Mooswälder als Mittelwald bewirtschaftet, dies ist noch heute an der breiten Altersstreuung erkennbar. Eine große Anzahl von Altbäumen (z.T. über 200 Jahre alte Eichen) macht die Einzigartigkeit dieser Wälder aus.Vor allem die Altbäume bieten einer Reihe von geschützten Arten Lebensraum. Auf den breiten Kronen finden zahlreiche Großvögel wie zum Beispiel Habicht und Schwarzmilan geeignete Horstplätze. Der Hirschkäfer ist auf das Totholz der Eichen angewiesen. Einige Spechtarten wie Mittel- und Grauspecht finden geeignete Nahrunghabitate und Brutmöglichkeiten. Das daraus bedingte große Höhlenangebot wird gerne von seltenen Fledermausarten wie der Bechsteinfledermaus genutzt.Die weitläufigen Gewässersysteme von Mühlbach, Glotter, Elz und Dreisam weisen Vorkommen von Bachneunauge, Groppe, Dohlenkrebs, und der Kleinen Flussmuschel auf. Die Mooswälder sind durchzogen von feuchten Senken, welche Lebensraum für die selten gewordene Gelbbauchunke und die Helm-Azurjungfer sind. Offene Gewässer stellen wichtige Rastplätze für Zugvögel dar.

Im Offenland sind noch auf ca. 40 Hektar magere Flachland-Mähwiesen mit ihrer farbenfrohen Blütenpracht zu finden. Der Große Feuerfalter ist auf Riesenampfer angewiesen, welcher reichlich an den zahlreichen Gräben und auf den feuchten Hochstaudenfluren gedeiht. Auch die Helm-Azurjungfer fühlt sich hier wohl. Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling braucht ein reiches Vorkommen an Großem Wiesenknopf. Viele Vögel wie Schwarzkehlchen und Neuntöter sind auf offene Fluren mit Feldhecken angewiesen.

Unser Ziel

Mit dem Managementplan soll die Grundlage dafür geschaffen werden, die Artenvielfalt der „Mooswälder bei Freiburg“ für zukünftige Generationen zu erhalten.

Konkrete Maßnahmen können der Endfassung des Managementplans entnommen werden.