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L 170 Sanierung in der Wutachschlucht (Vollsperrung)

Kontakt

Christina Ernst
Projektleiterin
07761 5506-6700
L170-Wutachschlucht@rpf.bwl.de

Öffentlichkeitsbeteiligung

oeffentlichkeitsbeteiligung@rpf.bwl.de

Sanierung von August 2025 bis voraussichtlich Ende März 2026

Die L 170 in der Wutachschlucht wird ab Mitte August saniert. Die Arbeiten beginnen am Montag, 11. August. Ab diesem Zeitpunkt ist die Landesstraße zwischen dem Abzweig nach Bonndorf-Boll und der Schattenmühle voraussichtlich bis Ende März 2026 voll gesperrt.

Bitte beachten: Auch Radfahrer und Fußgänger können die Baustelle in dieser Zeit nicht passieren. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt von Löffingen über die B 31 nach Titisee-Neustadt und Lenzkirch (L 156/ B 315) und umgekehrt. Die Schattenmühle kann aus Richtung Löffingen angefahren werden, dies gilt auch für den Wanderbus. Auf Bonndorfer Seite fährt der Wanderbus die Parkplätze Lotenbachklamm, Oberhaldenweg und Boll an. Der Abschnitt der L 170 von der B 315 bei Gündelwangen bis zur Abzweigung nach Boll bleibt offen. 
Informationen zum Wanderbus

Saniert wird der Bereich des Hangrutschs mit einer Bohrpfahlwand, die im Hang verankert wird. Die Entwässerung des Hanges erfolgt durch eine sogenannte Kiespfahlgalerie. Die Sanierung kostet 1,5 Millionen Euro. Das RP nutzt die Sperrzeit, um auch die beschädigte Gabionenwand oberhalb der Schattenmühle zu erneuern. Zudem wird der Fahrbahnbelag auf dem gesamten Abschnitt der Landesstraße erneuert.

Hintergrund: 

Nach einem Hangrutsch an der L 170 zwischen Bonndorf und Göschweiler war die Landesstraße zunächst voll gesperrt. Danach war sie nur provisorisch mit Einschränkungen für Fahrzeuge bis maximal 3,5 Tonnen befahrbar. Damit die Straße wieder vollständig genutzt werden kann, wird sie jetzt unter Vollsperrung saniert. Dies dauert voraussichtlich acht Monate.

Informieren Sie sich

  • Die geologisch schwierigen Verhältnisse sind seit Jahrzehnten bekannt, weshalb das Regierungspräsidium bereits seit Jahren immer wieder an der L 170 im Wutachtal tätig ist, um dort die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Die L 170 liegt im Bereich der Wutachschlucht innerhalb einer seit 10 000 bis 20 000 Jahren vorhandenen Großrutschung. Daraus entstehende Schäden an der L 170 wurden regelmäßig behoben, verbunden mit Maßnahmen zur Hangstabilisierung. So wurden beispielsweise 1983 Erdnägel eingebaut, die nun wieder zu Tage kommen (siehe Bilder). Auch für das Jahr 2024 waren bereits Baumaßnahmen vorbereitet. Die Prämisse war hierbei immer, möglichst schnell zu handeln und damit die verkehrlichen Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
  • Nachdem die Straßenmeisterei Bonndorf erhebliche Setzungen festgestellt hat, wurde gegen Mitte Januar am 26. Januar 2024 zunächst die halbseitige Sperrung der L 170 für KfZ mit einem Maximalgewicht von 3,5t und eine Vollsperrung für Kfz mit einem größeren Gewicht als 3,5t angeordnet.
  • Am 05. Februar 2024 erfolgte die Vollsperrung für jeglichen Verkehr aufgrund des weiteren Fortschreitens des Böschungsrutsches. Vor allem durch die Missachtung der Tonnagebeschränkung bestand akute Gefahr im Verzug!
  • Nach geologischen Untersuchungen wurde Anfang April 2024 damit begonnen oberirdische Leitungen zur Sammlung und Abführung des frei fließenden Wassers im Hang zu verlegen. Vorhandene Entwässerungsleitungen wurden gespült. Außerdem wurden die Schadensbereiche durch Betonleitwände gesichert.
  • Starke Niederschläge in den vergangenen Monaten haben temporär wieder zu einer Beschleunigung der Bewegungen und zur Bildung neuer Risse in der bergseitigen Fahrbahn geführt. Ungeachtet dessen werden die Sanierungsplanungen vorangetrieben.
  • Nachdem die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen, haben Anfang September 2024 Bohrungen einer Spezialfirma für die Erkundung des Untergrundes begonnen. Hierbei hat der akute Rutschbereich Priorität. Es kommen Großgeräte zum Einsatz. Insgesamt werden die Bohrungen ca. zehn Wochen dauern.
  • Anfang Oktober 2024 haben die Arbeiten für ein Provisorium begonnen.
  • Ende November 2024 wurde das Provisorium fertiggestellt, wodurch die L 170 für PKW halbseitig befahrbar ist. Die Straße wird durch ein Messsystem auf Bewegungen im Hang überwacht und kann über ein Ampelsystem sofort wieder gesperrt werden.
  • Mitte August 2025 konnte mit den Sanierung der L 170 begonnen werden. Die Sanierung erfolgt unter Vollsperrung und soll bis Ende März 2026 andauern. Die Vollsperrung wird für weitere Bautätigkeiten in dem Bereich genutzt.
  • Die Wanderbuslinie 7344 (Wutachmühle-Bonndorf-Schattenmühle-Holzschlag) ist durch die Vollsperrung der L 170 betroffen.
  • Aktuelle Weginfos
  • Anreise

Luftaufnahmen der Entwicklung der Risse

Aktuelle Einschränkung auf der L 170Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur L 170

Ja, bis zum 10. August ist eine provisorische Fahrspur eingerichtet, die seit Ende November 2024 befahrbar ist. Neben einer Höhen- und Seitenbegrenzung für Fahrzeuge ist auch ein Ampel- und Überwachungssystem eingerichtet, das mögliche Bewegungen im Hang registriert und bei Bedarf eine Vollsperrung auslösen kann.

Ab 11. August 2025 wird die Straße umfassend saniert. Dann wird die Straße für einen Zeitraum von ca. acht Monaten nicht befahrbar sein, da sie während der Arbeiten bis vorausslichtlich März 2026 voll gesperrt ist. 

Der Verkehr wird dann wieder über Lenzkirch (B 315) und Titisee-Neustadt (B 31) umgeleitet. Weder Radfahrer noch Fußgänger können die Baustelle passieren. Die Schattenmühle kann aus Richtung Löffingen angefahren werden, dies gilt auch für den Wanderbus. Auf Bonndorfer Seite fährt der Wanderbus die Parkplätze Lotenbachklamm, Oberhaldenweg und Boll an.

Nach einem Hangrutsch Anfang 2024 ist die Verbindungsstraße zwischen Bonndorf und Löffingen aktuell nur provisorisch für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen befahrbar. Damit die Straße wieder vollumfänglich genutzt werden kann, ist eine umfassende Sanierung unerlässlich. Die Arbeiten werden voraussichtlich im August 2025 beginnen und bis Ende März 2026 dauern.

Die Wutachschlucht ist ein großflächiges Rutschgebiet, das seit tausenden von Jahren in Bewegung ist und auch künftig nicht zum Stillstand kommen wird. Das ist eine große Herausforderung für den Straßenbau, zumal die L 170 (wie auch die L 171) mitten durch dieses Gebiet führt. Voraussetzung für die Entwicklung eines soliden Sanierungskonzepts für den Hangrutsch war deshalb die Erhebung erforderlicher Grundlagendaten zu Baugrund, Geologie und Grundwasserverhältnissen. Nur mit diesen Daten kann eine erfolgreiche Sanierung durchgeführt werden.

Nachdem die Rutschung sich Anfang 2024 verstärkt hatte und die Straße aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste, wurde neben den Sofortmaßnahmen zur Entwässerung des Hangs zunächst ein umfangreiches Erkundungsprogramm erarbeitet. Im Sommer 2024 starteten die Erkundungsbohrungen im Hang. Als die Ergebnisse im Herbst vorlagen, konnte die konkrete Planung der Sanierung beginnen.

Um bis zum Beginn der Sanierung den Verkehr auf der L 170 wieder zu ermöglichen, wurde eine provisorische Fahrspur eingerichtet. Dies war möglich, nachdem der Hang teilweise entwässert und die Bewegung verlangsamt werden konnte. Seit Ende November ist die Straße für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen wieder provisorisch befahrbar.

Jeder Schritt der Arbeiten wurde mit den Trägern öffentlicher Belange, insbesondere mit dem Landratsamt Waldshut abgestimmt.

Die Sanierung ist aufgrund der geologischen Situation aufwändig und erfolgt in mehreren Schritten. Die Arbeiten finden auf einem sehr kurzen Straßenabschnitt (rund 120 Meter) mit einer sehr geringen Fahrbahnbreite (max. 6,5 Meter) statt. Aufgrund des beengten Raums können die Arbeiten, die meist mit Großgeräten (Bagger, Bohrgeräte, Lkw zur An- und Abfuhr von Material) ausgeführt werden, großteils nur hintereinander. Deshalb werden die Arbeiten voraussichtlich acht Monate in Anspruch nehmen.

Eine halbseitige Sperrung während der Bauarbeiten ist nicht möglich, da die zum Einsatz kommenden Großgeräte wie Bagger, Bohrgeräte und LKW die gesamte Straßenbreite benötigen.

Der Hangrutsch an der L 170 liegt im Naturschutzgebiet Wutachschlucht. Um die einzigartige und schützenswerte Natur nicht zu beeinträchtigen, muss der Naturschutz bei allen Maßnahmen der Hangsicherung und des Straßenbaus berücksichtigt werden. Das ist auch gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings hat die Einbindung der Naturschutzverwaltung den Zeitplan dieses Projekts nicht verzögert. Das Straßenbaureferat des Regierungspräsidiums, die unteren Naturschutz- und Wasserbehörden beim Landratsamt Waldshut sowie die höhere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums stimmen sich seit dem Hangrutsch im Frühjahr 2024 eng ab. Dadurch konnten zum Beispiel die Prüfphasen für Anträge auf ein Mindestmaß reduziert werden und die erforderlichen Genehmigungen parallel zur Planung erfolgen.

Ja bis zum Start der Sanierungsarbeiten ist die Schattenmühle ist mit dem Pkw von Löffingen aus erreichbar. Ebenso der Wanderparkplatz an der Schattenmühle. Aus Richtung Bonndorf kommend, wird die Schattenmühle wieder für Fahrzeuge mit einem max. Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen über ein Provisorium oder zu Fuß über die L 170 erreichbar.

Während der Sanierung wird die Schattenmühle aus Richtung Löffingen jederzeit über die L 170 erreichbar sein. Aus Richtung Bonndorf besteht während der Bauzeit keine Zufahrtsmöglichkeit. Die Gaststätte ist aber zu Fuß über die Lotenbachklamm (vom Wanderparkplatz an der B 315) zu erreichen.

Weder Fußgänger noch Radfahrer können den Baustellenbereich passieren. Die beengten Platzverhältnisse auf der Baustelle aber auch im Anlieferbereich auf beiden Seiten der Baustelle sowie Sicherheitsgründe lassen dies nicht zu. Ein provisorischer Weg in der Böschung würde einen erheblichen und sehr aufwendigen Eingriff in das Naturschutzgebiet erfordern. Dieser wäre größer als der Eingriff für die Sanierung der Straße. Deshalb ist dies keine Option.

Bei den kleineren Sanierungen der vergangenen Jahre in diesem Bereich ging man davon aus, dass es sich wie an vielen anderen Stellen auf der L 170 und L 171 um kleinere Rutschbewegungen handelt, die durch einfache Asphaltarbeiten behoben werden können. Erst Anfang 2024 zeigte sich die große Rutschung mit ihren schnellen Bewegungen, die eine aufwändige Sanierung unerlässlich macht.

Ja, geologisch betrachtet, ist die gesamte Wutachschlucht ein großflächiges, aktives Rutschgebiet. Die Messungen zeigen, dass innerhalb dieses Rutschgebiets weiterhin Bewegungen an verschiedenen Stellen vorhanden sind. Die Bewegungsraten werden von Starkniederschlagsereignissen und Nässeperioden beeinflusst.

Die Messungen bestätigen die bereits vermuteten Hangbewegungen und erlauben eine Ermittlung der Tiefenlage der Rutschhorizonte. Durch die Messungen können für die Zukunft frühzeitig sanierungsbedürftige Bereiche erkannt werden.

Da die gesamte Wutachschlucht ein großflächiges Rutschgebiet ist, bleibt das Gebiet für den Straßenbau ein anspruchsvoller Baugrund. Dies gilt sowohl für die L 170 als auch für die L 171 zwischen Wutach-Ewattingen und Mundelfingen. Auf lange Sicht sind weitere Hangrutschungen hier nicht auszuschließen. Um die Bewegung des Hangs im Blick zu behalten und in Zukunft sanierungsbedürftige Abschnitte an der Straße möglichst frühzeitig zu erkennen, wurden in kritischen Bereichen der L 170 Messeinrichtungen installiert.

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