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Mobilität, Verkehr und Straßen

Tiefensteiner Brücke: Zwei Tage Vollsperrung der L 154 in Tiefenstein am 28. und 29. Oktober

Das RP lässt das Bauwerk mit einem sogenannten Brückenuntersichtgerät prüfen.

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Wie das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mitteilt, wird die Tiefensteiner Brücke an der L 154 in Tiefenstein (Gemeinde Göhrwihl, Landkreis Waldshut) am Mittwoch, 28. Oktober und am Donnerstag, 29. Oktober jeweils von 8 bis 16 Uhr voll gesperrt. Grund sind die turnusmäßige Bauwerksprüfung sowie die Entnahme von Materialproben.

Das RP lässt das Bauwerk mit einem sogenannten Brückenuntersichtgerät prüfen. Der Spezialfahrzeugaufbau ermöglicht es den Fachleuten, sämtliche Bauteile auch von unten aus nächster Nähe in Augenschein zu nehmen. Da das Gerät auf der Brücke aufgestellt werden muss, ist eine Vollsperrung während der Arbeiten unumgänglich.

Parallel entnehmen die Fachleute Materialproben aus dem Bauwerk. Diese Voruntersuchung ist eine Grundlage für die anstehende Planung der Abbrucharbeiten und des Neubaus der Brücke. 

Der Verkehr wird an beiden Tagen umgeleitet. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer aus Richtung Görwihl folgen der L 154 über Schachen nach Albbruck. Aus Richtung St. Blasien führt die Umleitung über die K 6548 nach Etzwihl, weiter über die K 6549 sowie anschließend über die K 6589 und die K 6588 bis nach Albbruck. Die Umleitungsstrecken werden ausgeschildert. 

Hintergrund 

Brückenbauwerke an Bundes- und Landesstraßen werden in festen Abständen umfassend untersucht. Alle sechs Jahre steht eine Hauptprüfung an. Dabei müssen die Fachleute jedes zugängliche Bauteil mit der Hand abtasten können – eine Sichtprüfung aus der Ferne reicht nicht aus. Nur so lassen sich feine Risse oder beginnende Schäden am Beton zuverlässig erkennen. Die Ergebnisse dokumentieren den Zustand des Bauwerks und zeigen frühzeitig auf, welche Maßnahmen erforderlich sind.

Bei der Tiefensteiner Brücke kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Das Bauwerk zählt zu den Brücken, bei denen eine mögliche Spannungsrisskorrosion untersucht wird. Bei diesem Schadensbild kann der im Beton eingebaute Spannstahl bestimmter Baujahre mit der Zeit spröde werden und reißen. Betroffene Bauwerke werden deshalb besonders engmaschig beobachtet und bewertet. Die aktuellen Untersuchungen liefern die Datengrundlage, um den geplanten Ersatzneubau fachlich fundiert planen zu können.

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