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Regierungspräsident Carsten Gabbert besucht Rottweil
3,5 Millionen Euro für die Erneuerung der Stadtmitte und Ausblick auf die Landesgartenschau 2028
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Regierungspräsident Carsten Gabbert hat am Mittwoch die Stadt Rottweil besucht und dabei einen Förderbescheid in Höhe von 3,5 Millionen Euro aus der Städtebauförderung an Oberbürgermeister Christian Ruf übergeben. Die Mittel fließen in die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Stadtmitte“, die sich bereits im zwölften Jahr der Umsetzung befindet. Im Anschluss verschaffte sich der Regierungspräsident einen Eindruck von den Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2028.
„Mit der Städtebauförderung unterstützen wir die Stadt Rottweil gezielt dabei, die Innenstadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten und den öffentlichen Raum neu zu ordnen. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für eine moderne, nachhaltige Mobilität – mit mehr Platz für Fußgänger und Radverkehr“, betonte Carsten Gabbert.
Die Maßnahme „Stadtmitte“ verfolgt insbesondere das Ziel, die historische Innenstadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten und so die Aufenthaltsqualität deutlich zu erhöhen. Voraussetzung hierfür ist der Ausbau von Parkmöglichkeiten in den Randbereichen, wie etwa das bereits fertiggestellte Parkhaus „Stadtmitte Süd“ mit 321 Stellplätzen. Insgesamt wurden für das Sanierungsgebiet bislang rund 12,6 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln bewilligt.
Zu den geförderten Projekten zählen unter anderem die Erweiterung des Sanierungsgebiets um den Oberen Stadtgraben mit der Neugestaltung der Grün- und Parkanlagen sowie der Ausbau des Bonifatiuswegs als wichtige Verbindung zwischen historischem Stadtkern und Landesgartenschaugelände. Zudem unterstützt das Regierungspräsidium Freiburg (RP) die Stadt bei der Akquise von Fördermitteln aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, unter anderem für die geplante Umgestaltung des Friedrichsplatzes.
Ein besonderer Fokus des Besuchs lag auf den Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2028, die unter dem Motto „Neckar findet Stadt“ steht. Die Landesgartenschau ist eingebettet in ein umfassendes Stadtentwicklungskonzept. Ziel ist insbesondere die bessere Vernetzung der Stadtteile und Naturräume durch ein durchgängiges Fuß- und Radwegenetz sowie die stärkere Einbindung des Neckars als Erholungsraum. Gleichzeitig stellen die anspruchsvolle Topografie, infrastrukturelle Herausforderungen und komplexe Flächenentwicklungen hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung.
Kernprojekt ist der neue Neckarpark, der als dauerhafte Grünanlage die Stadtentwicklung nachhaltig prägen wird. Das RP hat bereits im Dezember 2023 einen Landeszuschuss in Höhe von fünf Millionen Euro für die Daueranlagen bewilligt und begleitet die Stadt seither eng in der Vorbereitung. Seit 2024 wird vom Landesbetrieb Gewässer im RP die naturnahe Gestaltung des Neckars in Rottweil umgesetzt und partnerschaftlich von Stadt und Land finanziert. Schon jetzt sind markante Veränderungen entlang des Ufers sichtbar. Zudem liegt eine größere Fläche der Landesgartenschau im Sanierungsgebiet „in der Au“, das seit dem Jahr 2020 von Mitteln aus der Städtebauförderung profitiert. In mittlerweile sechs Förderkonferenzen haben die Fachabteilungen des RP geprüft, wie Förderprogramme sinnvoll kombiniert werden können, um die Stadt Rottweil bestmöglich in der Vorbereitung zur Landesgartenschau zu unterstützen.
Christian Ruf dankte dem Regierungspräsidenten im Namen der Stadt Rottweil sehr herzlich für die geleistete Unterstützung: „Die Förderung von Bund und Land fällt in Rottweil auf fruchtbaren Boden. Die beiden Sanierungsgebiete und die Landesgartenschau werden in sehr vertrauensvoller und enger Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Freiburg gestaltet. Gerade auch die konstruktive Atmosphäre der Förderkonferenzen in Freiburg ermöglicht es uns, die verschiedenen Programme zu koordinieren und bestmöglich zur Entwicklung unserer Stadt einzusetzen.“ Bürgermeisterin und Landesgartenschau-Geschäftsführerin Ines Gaehn ergänzte: „Von besonderem Wert ist für uns die Übernahme der Neckarrevitalisierung durch das Regierungspräsidium, so ist es uns möglich, uns auf weitere wichtige Aufgaben bei der Entwicklung des Landesgartenschaugeländes zu konzentrieren. Die Landesgartenschau 2028 wird sicherlich auch ein Aushängeschild für das Regierungspräsidium und für eine innovative und nachhaltige Stadtentwicklung stehen, mit der wir die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger dauerhaft verbessern.“
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