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Geologie, Rohstoffe, Bergbau

Landesrohstoffbericht: lokale Baustoffgewinnung ist wichtig für die regionale Wertschöpfung

Das Landesamt für Geologie Rohstoffe und Bergbau (LGRB) am Regierungspräsidium Freiburg (RP) hat den neuen Rohstoffbericht für Baden-Württemberg veröffentlicht.

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Das Landesamt für Geologie Rohstoffe und Bergbau (LGRB) am Regierungspräsidium Freiburg (RP) hat den neuen Rohstoffbericht für Baden-Württemberg veröffentlicht. Der Bericht liefert einen umfassenden Überblick über die Gewinnung mineralischer Rohstoffe im Land, zeigt Trends bei Fördermengen und Flächennutzung und macht deutlich, wie regional die Versorgung mit Baustoffen organisiert ist.

Baden-Württemberg verfügt über einen großen Reichtum an mineralischen Rohstoffen. Dennoch ist die Zahl der rohstofffördernden Betriebe im Land seit gut 25 Jahren rückläufig. Dabei ist eine dezentrale Förderung von Massenrohstoffen – darunter Kies, Sand, Gips und Kalksteine sowie Zementrohstoffe – von großer Bedeutung: Sie ermöglicht kurze Lieferwege mit geringeren Emissionen, sichert die nahezu vollständige Eigenversorgung mit Baustoffen und stärkt die regionale Wertschöpfungskette.

„Der vorliegende Landesrohstoffbericht bietet eine umfassende Bestandsaufnahme unserer Rohstoffvorkommen, ihrer Nutzung sowie der damit verbundenen wirtschaftsgeologischen Rahmenbedingungen. Damit liefert das LGRB eine wichtige Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit den heimischen mineralischen Rohstoffen und trägt zu einer nachhaltigen Zukunft Baden-Württembergs bei“, betont Umweltministerin Thekla Walker. 

„Der Landesrohstoffbericht zeigt auf, dass die Abbaustätten in Baden-Württemberg zurückgehen. Umso wichtiger ist es, dass wir die Rahmenbedingungen schaffen, um das dezentrale Netz zur Gewinnung mineralischer Rohstoffe in unserer Region zu erhalten. Wenn wir es so schaffen, die Transportwege auf ein Minimum zu reduzieren, minimieren wir auch die Umweltbelastung“ unterstreicht Regierungspräsident Carsten Gabbert. 

Das LGRB erhebt seit 1992 systematisch Daten zur Rohstoffsituation, wertet sie einheitlich aus und bereitet sie anschaulich auf. Der neue Bericht ergänzt bewährte Darstellungen um neue Analysen zu durchschnittlichen Fördermengen pro Betrieb sowie zu Liefergebieten und Transportdistanzen. 

Der Landesrohstoffbericht sowie zahlreiche Datensätze des LGRB sind frei über die Webportale LGRBhomepage, LGRBgeoportal, LGRBwissen und den LGRB‑Kartenviewer verfügbar und ermöglichen Behörden, Wirtschaft und Öffentlichkeit einen praxisnahen Zugriff auf die Daten.

Zahlen und Fakten zur Rohstoffförderung in Baden-Württemberg:

  • 446 Gewinnungsstellen in Betrieb (Referenzjahr 2023) – ein Rückgang um 29 Prozent seit dem Jahr 2000.
  • Fast 85 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe wurden im Jahr 2023 abgebaut – der niedrigste Wert seit der systematischen Aufzeichnung 1992 (zum Vergleich: gemittelt über die letzten 20 Jahre betrug die durchschnittliche Jahresfördermenge 91,8 Millionen Tonnen).
  • 46,8 Prozent der Gesamtförderung entfallen aktuell auf Natursteine und Kalksteine, 38,6 Prozent auf Sand und Kies.
  • Nur 0,14 Prozent der Landesfläche werden durch offene Abbauflächen beansprucht.
  • Fast 80 Prozent der Sand- und Kiesvorkommen werden regional verwertet.
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