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Biosphärengebiet Schwarzwald

Klima-Mobilitätskonzeption fertiggestellt

Für eine bessere Mobilität im Biosphärengebiet Schwarzwald

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Nach rund anderthalb Jahren intensiver fachlicher Arbeit ist die Klima-Mobilitätskonzeption für das Biosphärengebiet Schwarzwald fertiggestellt. Wie das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mitteilt, hat die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets zusammen mit dem Regionalen Mobilitätsmanagement des RP die Konzeption in Auftrag gegeben. Die Konzeption hatte der Lenkungskreis des Biosphärengebiets 2024 beschlossen. Sie benennt 61 konkrete Maßnahmen, mit denen die nachhaltige Mobilität im Biosphärengebiet gefördert werden kann. 

Zentrale Ansatzpunkte liegen in der Entwicklung und Umsetzung eines attraktiven Biosphärenstandards für den ÖPNV, im Aufbau eines Mobilitätsportals zur Bündelung von Informationen, in der Aufwertung von ÖPNV-Umsteigepunkten zur besseren Vernetzung von Mobilitätsangeboten, im Ausbau der Mobilitätsbildung sowie in der gemeinsamen Weiterentwicklung des betrieblichen Mobilitätsmanagements.

Die Maßnahmenvorschläge reichen von einem verbesserten und optimal abgestimmten Angebot der Buslinien im gesamten Biosphärengebiet bis hin zur Entwicklung von Mitfahrlösungen für Pendlerinnen und Pendlern mit landkreisüberschreitendem Arbeitsweg. Weitere Maßnahmen sollen dazu beitragen, nachhaltige Mobilitätsangebote sichtbarer zu machen und die klimafreundliche Mobilität in der Region weiter zu stärken.

Angesichts der aktuellen Haushaltlage aller Beteiligten werde man sich bei der Umsetzung vor allem auf Projekte fokussieren, bei denen eine Realisierung weitgehend mit den vorhandenen Möglichkeiten und Mitteln gelingen kann, so die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets.

Begleitet wurde der Prozess von einem regionalen Fachbeirat, dem Fachbehörden der Stadt Freiburg und der Landkreise Waldshut, Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, des Tourismus, der Wirtschaft, der Zivilbevölkerung und des Naturparks Südschwarzwald angehörten. Das Projekt wurde durch das Verkehrsministerium Baden-Württemberg finanziert.

„Die nun vorliegende Klima-Mobilitätskonzeption schafft eine fachlich fundierte Grundlage, um die landkreisübergreifende Mobilität im Biosphärengebiet klimafreundlich, alltagstauglich und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. An der Umsetzung konkreter Projekte werden wir gemeinsam mit den Landkreisen und der Stadt Freiburg weiterarbeiten“, so Regierungspräsident Carsten Gabbert. Dabei werden die besonderen Herausforderungen des ländlichen Raums ebenso wie die Anforderungen von Bevölkerung, Tourismus, Wirtschaft und Klimaschutz berücksichtigt.

Im nächsten Schritt sollen nun unter Federführung der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets und des Regionalen Mobilitätsmanagements gemeinsam mit den Landkreisen und der Stadt Freiburg in einer gemeinsamen Projektgruppe konkrete Maßnahmen zur Umsetzung identifiziert werden. 

Der Schlussbericht, der Bericht zu den Leuchtturmprojekten sowie das Maßnahmenkataster der Klima-Mobilitätskonzeption stehen auf der Internetseite des Biosphärengebiets Schwarzwald zum Download zur Verfügung: www.biosphaerengebiet-schwarzwald.de/klimamobilitaetskonzeption

Hintergrund: Die Klima-Mobilitätskonzeption entstand in einem mehrstufigen Beteiligungsprozess zwischen Anfang 2025 und Frühjahr 2026. Herzstück war ein Fachbeirat, der den gesamten Erarbeitungsprozess begleitete. In vier Workshops wurden zwischen März 2025 und März 2026 Handlungsfelder priorisiert, Ziele entwickelt, Maßnahmen diskutiert und schließlich Leuchtturmprojekte ausgearbeitet. Ergänzt wurde der Prozess durch Abstimmungen mit den Landkreisen, Verkehrsakteuren und Fachbehörden sowie eine Betriebsbefragung. Erstellt wurde die Konzeption durch das Büro Inovaplan GmbH aus Karlsruhe und die Dialogwerke GmbH aus Stuttgart, welche für den Prozess der Beteiligung zuständig war.

Ein zentrales Ergebnis der Konzeption ist das Maßnahmenkataster mit 61 konkreten Maßnahmen. Diese sind den acht Handlungsfeldern ÖPNV, touristische Mobilität, betriebliche Mobilität, Elektromobilität, Fuß- und Radverkehr, Kommunikation, Sharing und Besucherlenkung zugeordnet. Die Konzeption macht dabei auch die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen den Themenbereichen sichtbar. So kann beispielsweise die Maßnahme Parkraumbewirtschaftung nicht nur zur Besucherlenkung und einer effizienteren Nutzung vorhandener Parkflächen beitragen, sondern zugleich die touristische Mobilität unterstützen, indem sie Anreize schafft, auf klimafreundliche Verkehrsmittel umzusteigen und bestehende Mobilitätsangebote besser zu nutzen. Das Maßnahmenkataster macht diese fachlichen Zusammenhänge sichtbar und bietet damit eine wichtige Grundlage für die Priorisierung und spätere Umsetzung der einzelnen Maßnahmen.

Neben dem Maßnahmenkataster wurden im Beteiligungsprozess ein umfassender Schlussbericht sowie ein Bericht zu den Leuchtturmprojekten erarbeitet. 

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