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Grenzüberschreitende Notfallübung
Behörden proben Schutz der Bevölkerung bei Unfall im Kernkraftwerk Beznau (Schweiz)
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Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) zieht positive Bilanz der Notfallübung, die am Dienstag und Donnerstag in der Grenzregion stattgefunden hat. Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RP sowie zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterer Behörden und Einheiten des Bevölkerungsschutzes haben an einer Notfallübung mit dem schweizerischen Kernkraftwerk Beznau teilgenommen. Im Mittelpunkt stand ein schwerer Unfall mit radioaktiver Freisetzung in der grenznahen Anlage.
Das Regierungspräsidium Freiburg, das Landratsamt Waldshut, das Landratsamt Lörrach, das Polizeipräsidium Freiburg, das Radiologische Lagezentrum des Bundes sowie das Umweltministerium Baden-Württemberg haben gemeinsam mit dem Kernkraftwerk Beznau und den zuständigen schweizerischen Behörden den Ernstfall geprobt. Die Übung fand an zwei Tagen statt. Der konkrete Zeitpunkt der Alarmierung und das Szenario waren den Beteiligten zuvor nicht bekannt.
Am frühen Dienstagmorgen lösten die Organisatoren den Übungsalarm aus. Die Verwaltungsstäbe im Regierungspräsidium und in den Landratsämtern Waldshut und Lörrach arbeiteten anschließend rund vierzehn Stunden lang den Ernstfall ab. Zu ihren Aufgaben gehörte es, die eingehenden Informationen zu bewerten, die Lage gemeinsam einzuschätzen und das weitere Vorgehen abzustimmen. Dabei übten die Beteiligten unter anderem die Warnung der Bevölkerung, die Ausgabe von Jodtabletten sowie mögliche Sperrungen von Straßen. Auch Schutzmaßnahmen für die Landwirtschaft und weitere Anordnungen zum Schutz der Bevölkerung waren Bestandteil der Übung.
Neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Regierungspräsidiums und der Landratsämter beteiligten sich die Polizei, die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk sowie Verbindungspersonen des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes. Damit bildete die Übung die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Behörden, Organisationen und Einrichtungen im tatsächlichen Notfall möglichst realitätsnah ab.
Am Donnerstag ergänzten die Strahlenspürtrupps der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Regierungsbezirk die Übung mit einer Messübung in Singen im Landkreis Konstanz. Dabei trainierten einen ganzen Tag lang rund 50 ehrenamtliche Einsatzkräfte mit Unterstützung der Landesfeuerwehrschule insbesondere das Vorgehen bei der Erfassung und Bewertung möglicher radioaktiver Belastungen.
Die Stabsleiter Christoph Glaisner und Laura Scholz zogen eine positive Bilanz: „Die Übung hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig eine enge und verlässliche Zusammenarbeit über die Grenze hinweg ist. Im Ernstfall müssen deutsche und schweizerische Behörden Informationen schnell austauschen und gemeinsam für den Schutz der Bevölkerung sorgen. Die gute Zusammenarbeit mit den schweizerischen Partnern sowie allen beteiligten Einsatzorganisationen bietet dafür eine wichtige Grundlage“.
Scholz und Glaisner dankten den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Strahlenspürtrupps sowie den beteiligten Hilfsorganisationen, der Polizei, der Bundeswehr, dem Technischen Hilfswerk und den beteiligten Behörden für ihre Teilnahme und die konstruktive Zusammenarbeit.
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