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Geologie, Rohstoffe, Bergbau

Geologische Landesaufnahme und 2D-Seismik in Oberschwaben startet im Oktober

Messkampagne als Wegbereiter für die Wärmewende und die Klimaneutralität in Baden-Württemberg

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Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) startet eine Seismik-Kampagne in Oberschwaben (Kreise Biberach und Ravensburg) und setzt damit einen wichtigen Impuls für die Energiewende in Baden-Württemberg. Das Projekt „2D-Seismik in Oberschwaben“ ist ein zentraler Baustein der Wärmewende-Initiative des Landes und wurde vom Umweltministerium Baden-Württemberg mit einer Laufzeit von 2025 bis 2028 bewilligt. Die seismische Messkampagne ist für den Oktober 2026 geplant. Dies teilt das Regierungspräsidium Freiburg mit, an dem das LGRB angesiedelt ist.

Unsere Erde birgt Energie – für heute und morgen

Die Wärmeversorgung von Häusern und Gebäuden soll künftig verstärkt durch Energie aus der Erdkruste erfolgen – sauber, verlässlich und unabhängig von fossilen Brennstoffen. Die geplante 2D-Seismik soll klären, inwieweit das in Oberschwaben möglich ist. Die zu untersuchende Region liegt im Molassebecken, einem breiten Sedimentbecken zwischen Alpenrand und Schwäbischer Alb das mit dem Abtragungsschutt (Molasse) der aufsteigenden Alpen gefüllt ist. 

Unter der Molasse liegen viel ältere Gesteinsschichten, deren Wasser in den Thermalbädern Oberschwabens schon lange genutzt wird. Mit den 2D-seismischen Messungen werden die Lage und Struktur dieser Gesteinsschichten umfassend untersucht. Die neuen Daten schaffen eine verlässliche Grundlage für die Planung und Entwicklung von klimafreundlichen Geothermie-Projekten – für heutige und nachfolgende Generationen. 

Staatssekretär Andre Baumann: „Mehrere Kommunen in Oberschwaben bauen in ihrer Wärmeplanung bis 2040 auf klimaneutrale Geothermie. Das macht Sinn, da heißes Wasser aus dem Untergrund Wärme ohne hohe laufende Kosten liefert und die Anlagen an der Oberfläche nur wenig Platz brauchen und keine Emissionen verursachen. Als Land unterstützen wir die Kommunen frühzeitig durch Daten und Untersuchungen, um mögliche Risiken bereits weit im Vorfeld ausschließen zu können.“

Umfassende Information der Öffentlichkeit

Dem LGRB ist es ein zentrales Anliegen, die betroffenen Gemeinden, die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Messstrecken sowie alle weiteren Interessierten umfassend und transparent über die anstehenden Messungen und die Hintergründe des Projekts zu informieren. Daher sind für Mitte 2026 – noch vor Beginn der seismischen Untersuchungen – verschiedene Dialog- und Informationsmaßnahmen geplant. Aktuelle Informationen und Neuigkeiten zum Projekt sind jederzeit unter www.seismik-oberschwaben.de abrufbar. Dort besteht auch die Möglichkeit, den Projekt-Newsletter zu abonnieren. Auf Dialogveranstaltungen entlang der Messstrecken wird zudem die Möglichkeit zum direkten Austausch geboten. So wird sichergestellt, dass alle Beteiligten frühzeitig und kontinuierlich eingebunden und über den Projektfortschritt auf dem Laufenden gehalten werden.

Über das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) Baden-Württemberg ist die zentrale Fachstelle des Bundeslands, angesiedelt am Regierungspräsidium Freiburg. Als staatlicher geologischer Dienst sammelt, bewertet und veröffentlicht das LGRB geowissenschaftliche Daten sowie Informationen über den Untergrund, den Boden, das Grundwasser und mineralische Rohstoffe. Außerdem übernimmt das LGRB als Bergbehörde die Genehmigung und Überwachung des Bergbaus sowie die Aufsicht über bestimmte technische Anlagen im Land. Für das Projekt „2D-Seismik Oberschwaben“ übernimmt das LGRB die gesamte Organisation und begleitet die Umsetzung vor Ort. Das bedeutet: Das LGRB plant alles und sorgt dafür, dass die Untersuchungen fachgerecht durchgeführt werden. 

Mehr Information im Internet: www.seismik-oberschwaben.de

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