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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Drei Millionen Euro für die grenzüberschreitende Bekämpfung von Waldbränden

Gemeinsame Strategie zur Gefahrenabwehr in Folge des Klimawandels

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Mit dem Klimawandel werden Waldbrände auch am Oberrhein zu einer wachsenden Gefahr. Dürren, Hitzewellen und sinkende Luftfeuchtigkeit erhöhen das Risiko in den Vogesen sowie im Schwarzwald. Vor diesem Hintergrund hat der Begleitausschuss des EU-Programms „Interreg am Oberrhein“ am Donnerstag in Neustadt an der Weinstraße das grenzüberschreitende Projekt „TriFire“ genehmigt. Das deutsch-französische Vorhaben erhält EU-Mittel in Höhe von drei Millionen Euro unter anderem zur Beschaffung von Ausrüstung und Fahrzeugen zur Walbrandbekämpfung. Zudem sollen damit grenzüberschreitende Übungen der Feuerwehren finanziert werden. 

Die Federführung des über drei Jahre laufenden Projekts übernimmt die Feuerwehr des elsässischen Departments Haut-Rhin. Die Koordination auf der deutschen Seite liegt beim Regierungspräsidium Freiburg. Als Partner sind die Feuerwehr des Departments Bas-Rhin, das Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Europa Baden-Württemberg, das Regierungspräsidium Karlsruhe, die Städte Lichtenau, Lahr und Breisach, die Gemeinde Reute sowie das Feuerwehrinspektoriat beider Basel dabei. 

„Die aktuell verheerenden Waldbrände in Südfrankreich zeigen, wie groß die Gefahr ist. In diesem Bereich können wir viel von der Erfahrung der französischen Einsatzkräften lernen. Ziel unseres gemeinsamen Projektes ist es, den Herausforderungen des Klimawandels mit vereinten Kräften zu begegnen“, erklärt Uwe Häubner, der im Regierungspräsidium Freiburg den Fachbereich Feuerwehrwesen leitet.   Geplant sei die Entwicklung einer grenzüberschreitenden Strategie zur Bewältigung klimafolgenbedingter Einsatzlagen. Häubner: „Neben Waldbränden zählen dazu zum Beispiel auch durch Starkregen verursachte Hochwasser oder Gefahrenlagen durch Trockenheit.“ 

Durch gemeinsame Einsatztaktik, Schulungen zum Abbau der Sprachbarrieren, Übungen und abgestimmte Einsatztechnik stärkt „TriFire“ die Kooperation deutscher und französischer Kräfte für schnellere und effizientere Einsätze beidseits des Rheins. Ziel ist ein koordiniertes Handeln am Oberrhein, das unabhängig von Landesgrenzen Sicherheit schafft. Unter anderem sollen im Rahmen des Projekts auf deutscher Seite vier Großtanklöschfahrzeuge angeschafft werden, die in Frankreich normiert sind und sich dort bewährt haben. 

Basis für das Interreg-Projekt ist das deutsch-französische Feuerwehrabkommen, das Baden-Württemberg 2021 mit Frankreich geschlossen hat, um die gegenseitige Hilfeleistung bei Katastrophen und schweren Unglücksfällen zu ermöglichen. 

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