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Aktualisierter Zeitplan der Ortsumfahrung Wyhlen
Fachleute des RP informieren Gemeinderat und Bürgermeister über die geplante Verkehrsfreigabe 2029
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Ortsumfahrung Wyhlen (B 34, Kreis Lörrach): Zeitplan nach Dachsproblematik aktualisiert – Verkehrsfreigabe 2029
Der Bau der Ortsumfahrung von Wyhlen (B 34, Kreis Lörrach) erfordert weiter Geduld. Wie das Regierungspräsidium Freiburg (RP) bereits im vergangenen Dezember mitteilte, musste aufgrund von Dachsbauten im Bereich des Bahndamms neben der Trasse der künftigen Umgehungsstraße der gesamte Bauablauf überarbeitet werden. Nun steht der Ablauf der weiteren Arbeiten und damit der Zeitplan für das letzte Viertel der Gesamtbauzeit fest: Die Verkehrsfreigabe der neuen Umfahrung wird demnach erst in der zweiten Jahreshälfte 2029 stattfinden und damit bis zu zwei Jahre später als zuletzt angekündigt. Darüber hat das Projektteam des RP am Donnerstagnachmittag den Gemeinderat im Rahmen eines Rundgangs auf der Baustelle informiert.
„Der Bau der Ortsumfahrung Wyhlen ist weit fortgeschritten. Die nun leider entstandenen Verzögerungen bis zur Verkehrsfreigabe sind auf äußere Umstände zurück zu führen. Wir bedauern, dass sich die Arbeiten länger hinziehen werden und bitten die Bevölkerung um Verständnis. Das Projekt hat im Regierungspräsidium höchste Priorität. Unser Team und die beauftragen Firmen treiben die Arbeiten mit vollem Einsatz voran“, so Regierungspräsident Carsten Gabbert.
„Die verzögerte Fertigstellung der Ortsumfahrung Wyhlen ist natürlich keine gute Nachricht für unsere Gemeinde, die seit Jahrzehnten auf die Entlastung durch die Umgehungsstraße wartet“, erklärt Tobias Benz, Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen. Die angeführten Gründe für die Verschiebungen im Bauzeitenplan seien für ihn aber nachvollziehbar. Sie seien exogen bedingt und daher leider nicht beeinflussbar. Kritische Worte findet er für die nicht vorhandene Kooperationsbereitschaft der Deutschen Bahn. Benz betont die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Projektteam des Regierungspräsidiums und der Gemeinde und den gemeinsamen Willen, das Projekt schnellstmöglich erfolgreich zu realisieren.
Wie das RP mitteilt, ist die Verzögerung der Verkehrsfreigabe im Wesentlichen auf die Vorgänge rund um die Dachsbauten im bestehenden Bahndamm sowie die zähen Abstimmungen mit der DB InfraGO AG zurück zu führen. Die Statik des von der DB InfraGO AG verantworteten Dammes spiele bei der Anschüttung des Straßendamms an den Bahndamm eine wesentliche Rolle. Zwar seien die Dachse erfolgreich vergrämt und entsprechende Maßnahmen (Verfüllung der Löcher, Folien und Drahtgitter) ergriffen worden, es fehlten jedoch noch Nachweise und genaue Angaben über die durchgeführte Sanierung des Bahndammes durch die DB InfraGo AG. „Um nicht weiter in Verzug zu geraten, haben wir uns für eine alternative, aber zeitaufwändigere Ausführung der Schüttung des Straßendamms entschieden“, erklärt Dieter Bollinger, Leiter des Straßenbaureferats des RP in Bad Säckingen. Der Straßendamm werde jetzt zusätzlich stabilisiert, so dass der Bahndamm nur geringfügig belastet werde. Der Straßendamm werde aus grobkörnigem Material errichtet, das für den Dachs nicht attraktiv sei. Die Bauabläufe für die Ortsumfahrung habe man entsprechend umgestellt. Zentrales Puzzleteil im Bauablauf sei der Bereich Wösch. Die Verzögerung hier wirke sich nun auf die Abfolge der anderen Bauabschnitte aus.
Als weitere Punkte für die eingetretenen Verzögerungen nennt das RP die begrenzten Kapazitäten - auch bei planenden Ingenieurbüros – sowie erforderliche Umplanungen der Straßenentwässerung aufgrund eines zukünftigen Wasserschutzgebiets. Hierdurch werden unter anderem Rückhalte- und Staukanäle sowie Pumpleitungen erforderlich.
Unterdessen gehen die Bauarbeiten auf der gesamten Trasse voran. Deutlich sichtbar wird dies laut RP aktuell im Bereich des Altrheins und der Straße Am Wasserkraftwerk. Am Altrhein wurde die Entwässerung des Leuengrabens bereits unter dem Bahndamm „hindurchgepresst“. Derzeit werden die Fundamente für die Brücken und Stützmauern oberhalb des Altrheins hergestellt. Die Geh- und Radwegunterführung in der Rheinstraße steht kurz vor der Fertigstellung. Diese sichert während und nach dem Bau der B 34 die Nord-/ Südverbindung für den Fuß- und Radverkehr. Ebenfalls kurz vor Fertigstellung ist die neue Brücke über die künftige B 34 in der Straße „Am Wasserkraftwerk“.
Weitere Bautätigkeiten im Jahr 2026
In der zweiten Jahreshälfte startet der Bau der Fußgängerbrücke über die künftige B 34 zwischen Langer Länge und Degussaweg. Ebenso starten dann auch die Erd- und Straßenbauarbeiten im Gewann Wösch. Die Arbeiten im Bereich Altrhein gehen unvermindert weiter und dauern bis ins kommende Jahr an. Im Laufe des Sommers wird laut RP auch mehr und mehr Baustellenverkehr auf der künftigen Trasse unterwegs sein, um Erdmassen aus dem Trassenbereich zwischen Solveystraße und Degussaweg ins Gewann Wösch zu transportieren. Der Transport erfolgt über eine Baustraße. Somit wird Bauverkehr über die Ortsdurchfahrt und Anwohnerstraßen vermieden. Das RP kündigte weitere Informationsangebote direkt an der Baustelle an, um Anwohnern und anderen Interessierten einen direkten Einblick zu ermöglichen.
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