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Geologie, Rohstoffe, Bergbau

2D-Seismik in Oberschwaben gestartet: Staatssekretär Baumann informiert sich vor Ort – Infotermin am 17. Oktober in Biberach

Die Ergebnisse schaffen eine verlässliche Grundlage für künftige Planungen.

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In Oberschwaben hat die 2D-seismische Messkampagne des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau am Regierungspräsidium Freiburg (LGRB) begonnen. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, verschaffte sich gestern gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Politik und der Medien in Diepoldshofen (Landkreis Ravensburg) einen Überblick über die geplanten Arbeiten und Ziele der Messkampagne. Bei einem Besuch vor Ort konnten die Messfahrzeuge in Aktion erlebt werden. Ein Geophysiker der beauftragten Messfirma erklärte die Arbeitsweise der sogenannten Vibro-Trucks, mit denen die Messungen durchgeführt werden.

„Die Wärmewende entscheidet sich vor Ort. Mit der 2D-Seismik verbessern wir ganz wesentlich die wissenschaftliche Grundlage, um die Potenziale von tiefer Geothermie besser bewerten zu können. Erdwärme ist sauber, jederzeit verfügbar und macht uns unabhängiger von fossilen Energieimporten. Mir ist wichtig, dass wir die Menschen in der Region von Anfang an offen und transparent einbinden – genau das tun wir hier“, sagte Staatssekretär Baumann.

Morgen lädt das LGRB interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem öffentlichen Informationsangebot in der Schadenhofstraße 5 in Biberach an der Riß ein. Die ausführenden Spezialisten erklären von 8 bis 13 Uhr die Hintergründe der Messkampagne, stellen den geplanten Verlauf der Messlinien vor und beantworten Fragen zum Ablauf. Zudem können Interessierte einen Vibro-Truck aus nächster Nähe besichtigen.

Die 2D-Seismik funktioniert ähnlich wie ein Ultraschall für die Erde: Mit Schallwellen wird sichtbar gemacht, wie der Untergrund aufgebaut ist und wo günstige geologische Bedingungen für die Nutzung von Erdwärme vorliegen. Fachleute des LGRB und des Messteams erläuterten in Diepoldshofen den geologischen Rahmen, die Ziele des Projekts, den Ablauf der Messungen und beantworteten Fragen. Ulrike Wielandt-Schuster vom LGRB erklärte: „Wir brauchen sehr gute Grundlagendaten um Zukunftsfragen zum Grundwasser, zu Rohstoffen, Energie und Entsorgung möglichst zielgerichtet beantworten zu können.“

Mit den seismischen Daten gewinnt das LGRB neue Erkenntnisse über den Untergrund in den Landkreisen Biberach und Ravensburg. Die Ergebnisse schaffen eine verlässliche Grundlage für künftige Planungen im Bereich der tiefen Geothermie und leisten damit einen Beitrag zur Energie- und Wärmewende in Baden-Württemberg.

Die Messkampagne umfasst drei Messlinien:

eine Ost-West-Linie zwischen Ochsenhausen und Aulendorf,

eine Süd-Nord-Linie zwischen Leutkirch und Biberach,

eine ergänzende Seitenlinie im Bereich Füramoos und Truilz.

 

Alle Informationen zu Zielen, Methode, Untersuchungsgebiet und Zeitplan sowie die Anmeldung zum Projekt-Newsletter finden Sie unter: https://www.seismik-oberschwaben.de/

Karte: Vibrotrasse der 2D-seismischen Untersuchung. Die Messungen beginnen am kommenden Montag in den orangenen Abschnitten.

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