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Flüssiger Stickstoff gegen Hitze
Welche Methoden nötig sind, damit Beton trotz Sommerhitze seine Wohlfühltemperatur behält
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Beton ist ein anspruchsvoller Baustoff. Im Winter ist es ihm zu kalt, im Sommer zu heiß – er braucht eine bestimmte Einbautemperatur, um sich verarbeiten zu lassen und später nicht zu Rissen zu neigen.
Laut Vorgaben darf frischer Beton beim Einbau nicht wärmer sein als 30 Grad Celsius. Doch wenn allein schon die Außentemperatur tagelang die 30er-Marke reißt, muss die verwendete Betonmischung durch verschiedenste Methoden gekühlt werden. Damit sich die so genannten Zuschlagsstoffe (z.B. Sand, Kies oder Zement) nicht unnötig aufheizen, werden diese regelmäßig bewässert bzw. erst nach dem just-in-time Prinzip auf die Baustelle geliefert.
Doch nicht nur die Außentemperatur, auch Luftfeuchtigkeit, Wind oder direkte Sonneneinstrahlung können Auswirkungen auf die Betonqualität haben und müssen bei der Produktion beachtet werden.
An besonders heißen Tagen wird deshalb im Mischwerk an der Baustelle flüssiger Stickstoff hinzugefügt. Dieser wird mit bis zu -196 Grad über die Mischanlage direkt in die Zusammensetzung gegeben. Das gesamte Verfahren wird dabei mit kontinuierlichen Temperaturmessungen überwacht – sei es bei der Herstellung oder beim anschließenden Einbau des Werkstoffs.