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Allensbach

Der Biber und die Bachmuschel

Konfliktpotential am Mühlbach: Der Biber will einen Damm bauen, die Muschel braucht jedoch fließendes Gewässer

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Biberdamm am Mühlbach
Der Biberdamm staut den Allensbacher Mühlbach
Der Biberdamm staut den Allensbacher Mühlbach
Biberdamm im Hintergrund
Der Damm, sichtbar im Hintergrund, beeinflusst den Wasserstand im Mühlbach
Der Damm, sichtbar im Hintergrund, beeinflusst den Wasserstand im Mühlbach
Bachmuschel
Lebt ebenfalls im Mühlbach und braucht fließende Gewässer: die Bachmuschel (Archivbild)
Lebt ebenfalls im Mühlbach und braucht fließende Gewässer: die Bachmuschel (Archivbild)

Ein Biberdamm beeinflusst derzeit den Wasserstand des Allensbacher Mühlbachs. Während es im Bereich der Kaltbrunner Straße zu Stauungen kommt, führt der Bach an anderen Stellen nur noch sehr wenig Wasser. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Fischtreppe, welche im Zuge des Neu- und Ausbaus der B33 errichtet wurde und mittlerweile trockengefallen ist. Auch andere Lebewesen im Mühlbach, beispielsweise die streng geschützte Bachmuschel (lat. „Unio crassus“), leiden unter dem Niedrigwasser bzw. der geringen Fließgeschwindigkeit. 

Der Biberbeauftragte des Landkreises ist bereits informiert - doch aufgrund von Schonzeiten braucht es Ausnahmegenehmigungen, um Maßnahmen zu ergreifen. Denn derzeit behütet Familie Biber ihren Nachwuchs. Zudem sei das Abreißen von Biberdämmen möglicherweise sogar kontraproduktiv: Wird der Damm entfernt, ist der Biber doppelt motiviert, ihn gleich wieder aufzubauen… und diesmal deutlich stabiler. 

Biber und Bachmuschel, welche sich hier gegenseitig die Lebensgrundlage streitig machen, gelten beide als streng geschützt. Ob und wie man beiden Lebewesen gerecht werden kann, muss bei einer kommenden Ortsbegehung abgewogen werden. 

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