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Allensbach

Feinarbeiten im Tunnel

Wenn Handwerker Wände streicheln, beginnt im Tunnel der Innenausbau.

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Bauarbeiter auf Hubwagen
Erst schleifen, dann streicheln: Bearbeitung der Wände im Tunnel
Erst schleifen, dann streicheln: Bearbeitung der Wände im Tunnel

Sanft gleitet die Handinnenfläche des Betonbauers über die Tunnelwand. Jeder Finger, jede Pore ist zufrieden: Keine Unebenheiten sind mehr zu spüren, die Fläche ist fertig bearbeitet. Der Hubwagen wird abgelassen und weiter geht’s mit dem Betonschleifer in der Hand zum nächsten Block: im Tunnel Röhrenberg beginnen die Fein- und Ausbesserungsarbeiten. Dabei wird jeder Quadratmeter erstellter Wand nochmals begutachtet und qualitätsgesichert.

Auch die vorbereitenden Arbeiten für die spätere Betriebstechnik werden von Tag zu Tag sichtbarer. Mittlerweile liegen in den Tunnelröhren große Bündel von bis zu zwölf Leerrohren bereit. Sie nehmen später einmal die kilometerlangen Kabelverbindungen der Ausstattungstechnik auf und werden in den seitlichen Notgehwegen integriert. Die Betonarbeiten hierfür haben bereits begonnen. 

Stand Ende August haben die Tunnelwände eine Länge von 610 Metern erreicht (bei einer Gesamtlänge von 970 Metern), die Decke steht bei 550 Metern. Mussten die Ingenieure aufgrund schwieriger Untergrundverhältnisse bisher eine durchgehende und teils bis zu zwei Meter mächtige Tunnelsohle erstellen, wurde vor einigen Wochen auf ein Streifenfundament umgestellt: „Der Wechsel verlief problemlos. Das Streifenfundament reduziert den Materialeinsatz deutlich und bietet dennoch die erforderliche Standsicherheit“ ordnet Projektleiterin Selina Sprunk die Änderungen im Bauablauf ein.

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