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Das Rätsel um unterschiedlich hohe Träger
Hat da jemand sein Maßband vergessen oder warum ragen die Stahlträger an der Tunnelbaustelle unterschiedlich weit heraus?
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Ein flüchtiger Blick erinnert an Orgelpfeifen: Zwischen dem Betriebsgebäude und der Anschlussstelle Allensbach-Ost ragen zahlreiche Stahlträger in den Himmel. Sie lassen den weiteren Verlauf des Tunnels erahnen. Die letzten noch fehlenden 120 Stahlträger wurden in den vergangenen Wochen gesetzt und dienen zur Herstellung der Baugrube. In einem nächsten Schritt werden die Zwischenräume mit Holzbohlen ausgefacht und bilden eine Trägerbohlwand, die die Baugrube absichert.
Doch warum ragen die Träger unterschiedlich weit aus dem Boden heraus? Die nachhaltige Antwort: Sie wurden wiederverwendet. Die Träger wurden im vorderen Bereich des Tunnels zur Baugrubensicherung gebraucht. Nach Überschüttung des Tunnels wurden sie wieder gezogen und kommen nun im hinteren Bereich zum Einsatz. Da die Baugrube in Richtung Allensbach jedoch tiefer war, ragen die Träger Richtung Konstanz in unterschiedlichen Höhen aus dem Boden heraus. Für die Projektverantwortlichen hat dies keine Relevanz: Wichtig für die Träger ist die Tiefe der Einbindung unter die Baugrubensohle und nicht, wie weit diese nach oben stehen.
Der Röhrenbergtunnel nimmt Form an: Im April 2026 steht die Sohle des Tunnel Röhrenberg bei Block 44 und hat damit 440 Meter erreicht. Anschließend klafft aufgrund der Umlegung des Fuß- und Radwegs Tafelholz eine 100 Meter breite Lücke im Tunnel, bevor es ab Block 54 erneut mit 50 Metern fertig errichteter Sohle weitergeht. Die Decke beläuft sich auf 420 Meter, zudem sind alle Wände bereits bei 430 Metern angelangt. Auch die ersten Wände der einzigen Pannenbucht im Tunnel, welche sich auf Höhe des Betriebsgebäudes befinden wird, werden bereits errichtet.