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Boden vor Hegne muss aufgelockert werden
Mal zu weich, mal zu fest – der Baugrund vor Hegne sorgt weiter für Herausforderungen
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Der Untergrund vor Hegne stellt die Projektverantwortlichen immer wieder vor Herausforderungen. Für den Bau des Tunnels ist der Boden zu schwammig und muss erst aufwändig vorbereitet werden. Das ist aber nicht überall so: Für die derzeit ebenfalls stattfindende Kanalverlegung ist der Boden am östlichen Ende von Hegne viel zu fest und muss erst gelockert werden. Das haben vorangegangene Erprobungen ergeben. Hier müssen Spundwände mit Längen bis 20 Metern eingebracht werden, welche die teils bis zu zwölf Meter tiefe Baugrube vor dem Einsturz sichern.
Um die dicht gelagerten Bodenschichten durchdringbar zu machen, wird der Boden derzeit per Auflockerungsbohrung gelockert. Zum Einsatz kommt ein Großbohrgerät mit einem Gewicht von 82 Tonnen und einem extrem hohen Drehmoment von 222.000 Newtonmeter – ein Pkw erreicht knapp 100 bis 400 Newtonmeter Drehmoment.
Ist der Boden aufgelockert, kann die jeweilige Spundwand per Hochfrequenzvibration eingebracht werden. Beim so genannten Vibrationsrammen werden Schwingungen genutzt, um den Bodenwiderstand zu verringern und die Wand sozusagen einzurütteln. Anschließend kann die Baugrube für die Kanalverlegung im Schutze der zuvor eingebrachten Spundwanddielen hergestellt werden.