Faktencheck
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Bettina Kaatz
Integriertes Rheinprogramm
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Falschaussagen zum Rückhalteraum Wyhl/ Weisweil
Zum Rückhalteraum Wyhl/ Weisweil des Integrierten Rheinprogramms kursieren in den Medien und sozialen Medien verschiedene Falschinformationen, die wir an dieser Stelle richtig stellen wollen.
Ausführliche Informationen zum Bau des Rückhalteraums finden Sie ebenfalls auf unserer Internetseite
Viele Fragen beantworten wir auch in unseren FAQs zum Rückhalteraum Wyhl/ Weisweil
PlanungszeitEs wird gesagt:
"Die Planung ist aus den 80er Jahren und damit veraltet."
PlanungszeitSo ist es wirklich:
Die Planung für den Rückhalteraum wurde nach aktuellen fachlichen und rechtlichen Anforderungen erstellt. Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens von 2018 bis 2025 wurden insbesondere die naturräumlichen Daten plausibilisiert und in Teilen aktualisiert.
KioskEs wird gesagt:
“Der Kiosk am Rhein wird nicht weiter existieren können, weil die Rheinstraßen oftmals überflutet und verschlammt sind.”
KioskSo ist es wirklich:
Der Betrieb und die Nutzung des Kiosks am Rhein sind weiterhin möglich. Beide Rheinstraßen sind ganzjährig befahrbar. Nur während eines Hochwassereinsatzes - also ca. alle zehn Jahre - ist der Zugang aus Sicherheitsgründen für den allgemeinen Besucherverkehr gesperrt.
AuenlandschaftEs wird gesagt:
“Im zukünftigen Rückhalteraum besteht heute schon eine stabile Auenökologie.”
AuenlandschaftSo ist es wirklich:
Bereits seit 1964 ist dieses Gebiet von natürlichen Überflutungen des Rheins abgeschnitten. In der Zwischenzeit hat sich keine Auenökologie fortentwickeln können. Das heißt, die Natur ist nicht auf Hochwasser vorbereitet.
TiereEs wird gesagt:
“Die Tiere im Wald sterben durch die Überflutungen.”
TiereSo ist es wirklich:
Die Überflutungen können ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. So werden hochwassertolerante Pflanzen- und Tierarten wie zum Beispiel der Eisvogel nachhaltig erhalten und gefördert. Schädigungen des Naturraums werden im Laufe der Zeit immer geringer.
Nicht an Überflutungen angepasste Arten, wie die Haselmaus, hingegen werden aus dem Rückhalteraum verdrängt. Außerhalb der künftigen Überflutungsflächen werden für solche Arten neue Ausweichlebensräume angelegt.
FlutungszeitEs wird gesagt:
“Der Rückhalteraum wird 60 Tage im Jahr ganzflächig geflutet.”
FlutungszeitSo ist es wirklich:
Bei Ökologischen Flutungen wird der Rückhalteraum nur an wenigen Tagen im Jahr (19 Tage im langjährigen Mittel) flächig überflutet. In der überwiegenden Zeit werden nur die Gewässer und Schluten durchströmt.
VerschlammungEs wird gesagt:
“Durch Überflutungen wird der Wald verschlammt und zerstört.”
VerschlammungSo ist es wirklich:
In Auen, die heute noch naturgemäß überflutet werden, wie bspw. der Taubergießen oder die Rastatter Rheinaue, gibt es keine Zerstörung des Waldes oder Verschlammung durch Hochwasser. Für die Flutungen des Rückhalteraums nehmen wir uns die Natur zum Vorbild.
Ökologische FlutungenEs wird gesagt:
“Ökologische Flutungen sind eine politische Vorgabe.”
Ökologische FlutungenSo ist es wirklich:
Das Konzept der Ökologischen Flutungen basiert auf den Erfahrungen in den Poldern Altenheim, dass Hochwasser im Wald zu Schäden führt. Mittlerweile ist es auch eine rechtliche Vorgabe, die auf dem Naturschutzrecht beruht.
TigermückeEs wird gesagt:
“Die Tigermücke findet im Rückhalteraum ein neues Zuhause.”
TigermückeSo ist es wirklich:
Die Rheinaue bietet für die Tigermücke keinen Lebensraum. Sie brütet nicht in temporären Überschwemmungsgewässern. Fortpflanzungsmöglichkeiten finden diese Mücken in wassergefüllten Kleingefäßen (Autoreifen, Blumentöpfe, Eimer usw.).
BürgerbeteiligungEs wird gesagt:
"Die Einwendungen im Verfahren wurden vom RP nicht berücksichtigt."
BürgerbeteiligungSo ist es wirklich:
Jede Einwendung wurde von der Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt Emmendingen, geprüft und abgewogen. Dort wo es möglich war, wurden Aspekte in den Planfeststellungsbeschluss übernommen bzw. auch Auflagen formuliert.
Informiert bleiben:Mehr Infos zum Rückhalteraum Wyhl/ Weisweil
Das Integrierte Rheinprogramm (IRP) ist ein Vorhaben des Landes Baden-Württemberg, das auf ehemaligen Überflutungsflächen zwischen Basel und Mannheim insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume umfasst. Mit dem Bau des Hochwasserrückhalteraumes Wyhl/ Weisweil können nach Fertigstellung bis zu 7,7 Mio. Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden und so zum Hochwasserschutz für die Rheinunterlieger beitragen.
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