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Katastrophenschutz: Mehr als 450 Einsatzkräfte übten die Zusammenarbeit in Mühlingen (Landkreis Konstanz)
Die Übung hat gezeigt, dass die Einsatzkräfte über Zuständigkeitsgrenzen hinweg gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten.
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Mehr als 450 Einsatzkräfte der Feuerwehren und der Hilfsorganisationen haben am Samstag an einer Katastrophenschutzübung im ehemaligen Kieswerkgelände in Mühlingen-Schwackenreute (Landkreis Konstanz) teilgenommen. Koordiniert wurde die kreisübergreifende Übung vom Regierungspräsidium Freiburg (RP) als höhere Katastrophenschutzbehörde mit Unterstützung aller zehn Stadt- und Landkreise des Regierungsbezirks. Die zentrale Einsatzleitung übernahm das Landratsamt Konstanz. Regierungspräsident Carsten Gabbert, die Landräte Zeno Danner (Konstanz), Stefan Bär (Tuttlingen) und Martin Kistler (Waldshut), Bürgermeister Thorsten Scigliano (Mühlingen) sowie Abgeordnete machten sich vor Ort ein Bild von der Zusammenarbeit der Einsatzkräfte.
Regierungspräsident Gabbert zeigte sich beeindruckt von der hohen Professionalität der Blaulichtfamilie: „Gerade in Großschadenslagen wie zum Beispiel bei Bränden oder Hochwasser muss das Zusammenspiel der Einsatzkräfte gut koordiniert und immer wieder geübt werden“, sagte Gabbert: „Im Regierungsbezirk Freiburg haben wir ein leistungsfähiges Konzept zur kreisübergreifenden Hilfeleistung mit allen Katastrophenschutzbehörden entwickelt. Auf dieser Basis können wir sehr schnell reagieren, wenn es ernst wird. Dass die gegenseitige Unterstützung der Stadt- und Landkreise gut funktioniert, hat die heutige Übung gezeigt.“ Der Regierungspräsident bedankte sich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Angehörigen des Katastrophenschutzes für ihren unermüdlichen Einsatz für die Sicherheit der Gesellschaft.
Auch Landrat Zeno Danner betonte die Bedeutung der kreisübergreifenden Zusammenarbeit: „Ich freue mich, dass die diesjährige Übung bei uns im Landkreis Konstanz stattgefunden hat. Großschadenslagen machen nicht an Kreisgrenzen halt. Die Übung hat gezeigt, dass die Einsatzkräfte über Zuständigkeitsgrenzen hinweg gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Dafür danke ich allen haupt- und ehrenamtlichen Beteiligten herzlich.“
Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit von Katastrophenschutzeinheiten zu trainieren. Dies erfolgte nicht in einem Gesamtszenario, sondern in unterschiedlichen Einsatzbereichen. Hier mussten die angeforderten Einheiten verschiedene Fähigkeiten wie die Führungsorganisation bei Großschadenslagen, das Messen von Gefahrstoffen, das Suchen und Retten von Menschen in unwegsamem Gelände, die Brandbekämpfung und Menschenrettung in einem Gebäude sowie die Wasserversorgung über lange Strecken unter Beweis stellen.
Hintergrund Katastrophenschutz
Im Regierungsbezirk Freiburg stehen den im Katastrophenschutz mitwirkenden Organisationen und den Feuerwehren täglich und rund um die Uhr hochqualifizierte Einsatzkräfte zur Verfügung, um Menschen in Not zu helfen. Während der sogenannte Grundschutz mit den Einsatzkräften und Einsatzmitteln des eigenen Zuständigkeitsbereichs abgedeckt wird, sind die Stadt- und Landkreise bei Großschadensfällen oftmals auf die Unterstützung anderer angewiesen. Nur so können alle Maßnahmen zur Schadensbewältigung und zum Schutz der Bevölkerung schnell und effektiv durchgeführt werden. In genau diesen Fällen greift das Konzept zur kreisübergreifenden Hilfeleistung im Regierungsbezirk Freiburg. Die Anforderung der Einsatzkräfte und -mittel erfolgt über das RP, das einen Überblick über das Einsatzgeschehen im gesamten Regierungsbezirk hat und Einheiten alarmieren kann, ohne den Grundschutz im gesamten Regierungsbezirk zu gefährden. Die Integrierte Leitstelle Freiburg-Breisgau-Hochschwarzwald unterstützt das RP bei der Koordination.
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