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Biosphärengebiet Schwarzwald

Walter Kemkes, Geschäftsführer des Biosphärengebiets, verabschiedet sich in den Ruhestand

Nach fast vier Jahrzehnten im Dienst von Umwelt, Natur und nachhaltiger Entwicklung

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Nach fast vier Jahrzehnten im Dienst von Umwelt, Natur und nachhaltiger Entwicklung, davon 26 Jahre als Leiter von einem Nationalpark und zwei Biosphärenreservaten, tritt Walter Kemkes, Geschäftsführer des Biosphärengebiets Schwarzwald, Ende Juli in den Ruhestand. In einer feierlichen Verabschiedung würdigten am Dienstag zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Partnerinstitutionen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Naturschutz sein außerordentliches Engagement.

Als Leiter der Geschäftsstelle in Schönau hat Walter Kemkes das Biosphärengebiet Schwarzwald seit seiner Gründung 2016 maßgeblich mitaufgebaut. Unter seiner Leitung entwickelte sich die UNESCO Modellregion zu einem Leuchtturmprojekt nachhaltiger Regionalentwicklung. Er etablierte ein starkes Netzwerk aus Kommunen, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Naturschutz und Zivilgesellschaft und schuf die strategischen Grundlagen für eine langfristig tragfähige Entwicklung. Der Aufbau der Geschäftsstelle, die Ausarbeitung eines umfassenden Rahmenkonzepts sowie die enge Einbindung der Bevölkerung zählen zu seinen bleibenden Verdiensten.

Auch überregional prägte Kemkes die Entwicklung der UNESCO-Biosphärenreservate mit, unter anderem als Sprecher der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft (2022–2024) und als Mitinitiator des Parlamentskreises Biosphärenreservate im Bundestag.

„Walter Kemkes hat das Biosphärengebiet mit Sachverstand, Überzeugung und großer Leidenschaft geführt. Das Biosphärengebiet Schwarzwald hat von seinem enormen Erfahrungsschatz in Sachen Großschutzgebiete sowie in den Bereichen Forst, regionale Entwicklung, Landwirtschaft, Politik und Verwaltung profitiert. Er hat Strukturen geschaffen, die dauerhaft wirken – für Natur, Region und Menschen. Wir verlieren einen klugen Kopf und großartigen Kollegen“, würdigte Regierungspräsident Carsten Gabbert den scheidenden Geschäftsführer.

Auch das Umweltministerium Baden-Württemberg blickt mit Anerkennung auf die Zusammenarbeit: „Walter Kemkes hat mit klarem Kompass und Entschlossenheit viel geleistet – nicht nur im Biosphärengebiet Schwarzwald, sondern auch im bundesweiten Netzwerk von Naturschutz, Landnutzung und Nachhaltigkeit. Er war auch hier ein sehr wirkungsvoller Brückenbauer“, sagte Karl-Heinz Lieber, Leiter der Abteilung Naturschutz im Umweltministerium.

Die Lörracher Landrätin Marion Dammann betonte die Bedeutung für die Region: „Er war ein wichtiger Brückenbauer zwischen Schutz und Nutzung, zwischen Verwaltung und Bevölkerung. Sein Gespür für regionale Anliegen hat wesentlich zur Akzeptanz des Biosphärengebiets beigetragen.“

Walter Kemkes selbst zeigte sich zum Abschied dankbar: „Ich hatte das Glück, mit engagierten Menschen zusammenarbeiten zu dürfen – im Schwarzwald und anderswo. Der Aufbau des Biosphärengebiets war Herausforderung und Herzensaufgabe zugleich. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben und wünsche der Region alles Gute für die weitere Entwicklung.“

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