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Umwelt, Naturschutz und Hochwasserschutz

Schlutenausbau im Hochwasserrückhalteraum Wyhl/Weisweil beginnt

Los geht es mit Waldarbeiten und der Entnahme von Gehölzen

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Wie angekündigt, beginnt Mitte Januar der Schlutenausbau im künftigen Hochwasserrückhalteraum Wyhl/Weisweil (Kreis Emmendingen). Im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg (RP) starten die Arbeiten mit der Herstellung einer sogenannten Schlutenverbindung im Weisweiler Forst. Dabei werden die vorhandenen Gewässer „Obere Hansenkehle“ und „Meliorationsgraben“ aneinander angeschlossen. Los geht es mit Waldarbeiten und der Entnahme von Gehölzen. Im Anschluss wird die Schlut ausgehoben und der Gewässerverlauf modelliert.

Schluten sind ehemalige Seitenarme des Rheins, die an das Gewässersystem des Rückhalteraums angeschlossen und nur bei höheren Abflüssen des Rheins durchflossen werden. Wie das RP mitteilt, spielen die ausgebauten und verbundenen Schluten und Gewässer eine wichtige Rolle bei der späteren Befüllung und Entleerung des künftigen Rückhalteraums. Sie sind ein wichtiges Element für den naturnahen Hochwasserschutz und die damit einhergehende Auenrenaturierung. Darüber hinaus werden durch den Ausbau der Schluten Lebensräume beispielsweise für die Libellenart Helm-Azurjungfer geschaffen und damit die Vielfalt an Leben im Mosaik der Auen verbessert. 

„In unserer Verantwortung für den Hochwasserschutz am Rhein ist es notwendig, zeitnah mit der Umsetzung erster Baumaßnahmen zu beginnen. Alle vorgesehenen Baumaßnahmen sind vollumfänglich für den künftigen Einsatz des Rückhalteraums zum Hochwasserschutz erforderlich“, betont Harald Klumpp, Referatsleiter für das Integrierte Rheinprogramm im RP. Für ökologische Flutungen seien darüber hinaus keine zusätzlichen Baumaßnahmen notwendig. Deren Umfang werde allein durch die Steuerung der Bauwerke im künftigen Betrieb bestimmt.

Nach der Herstellung von Schlutenverbindungen folgt der Ausbau von Gewässern innerhalb des Rückhalteraums. Weitere Planungsschritte, für die aufgrund ihres Umfangs europaweite Vergabeverfahren erforderlich sind, werden im Laufe des Jahres 2026 ausgeschrieben und alsbald begonnen.

Das RP wird während der Bauphase kontinuierlich über alle anstehenden Arbeiten informieren. Dafür wurde auch ein Newsletter eingerichtet, für den sich alle Interessierten auf der Internetseite des RP anmelden können: www.rhr-ww.irp-bw.de.

Weitere Information: Das Integrierte Rheinprogramm (IRP) ist ein Vorhaben des Landes Baden-Württemberg, das auf ehemaligen Überflutungsflächen zwischen Basel und Mannheim insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume umfasst. Mit dem Bau des Hochwasserrückhalteraumes Wyhl/Weisweil können nach Fertigstellung bis zu 7,7 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden und so zum Hochwasserschutz für die Rheinunterlieger beitragen.. Weitere Informationen zum IRP im Internet: www.rhr-ww.irp-bw.de.

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