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Mehr als 3000 Besucherinnen und Besucher beim Biosphärenfest in Zell im Wiesental
"Vielfältig und lebendig": Mehr als 30 Aussteller präsentierten regionale Produkte aus dem Biosphärengebiet Schwarzwald/ Gefeiert wurde auch das 750-jährige Bestehen der Stadt Zell
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Wie viel Liter trinkt eigentlich eine Kuh pro Tag? Wie sieht die Spur eines Dachses aus? Und warum sind Ziegen ideal für die Landschaftspflege an den steilen Hängen im Südschwarzwald? Das und vieles mehr konnten mehr als 3000 Besucherinnen und Besucher am Sonntag bei schönstem Sommerwetter auf dem Biosphärenfest in Zell im Wiesental (Landkreis Lörrach) erfahren. Zum 750-jährigen Jubiläum der Stadt und als Teil des Festwochenendes präsentierten mehr als 30 Aussteller ihre regionalen Produkte, luden zu spannenden Mitmachaktionen ein und informierten Gäste und Einheimische zu ihrer Arbeit im UNESCO-Biosphärengebiet Schwarzwald.
„Das Biosphärenfest zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig unser Biosphärengebiet ist“, sagte Regierungspräsident Carsten Gabbert, der das Fest zusammen mit Landrätin Marion Dammann und Bürgermeister Peter Palme eröffnete: „Gemeinsam mit der Region gehen wir die Themen an, die den Schwarzwald voranbringen- von der Weidewasserversorgung der Zukunft bis zur Vernetzung regionaler Betriebe und gastronomischen Aktionswochen.“
Das Biosphärengebiet Schwarzwald liegt zu großen Teilen im Landkreis Lörrach, und die Stadt Zell bietet mit ihrer Verbindung nach Basel eines der wichtigsten Tore in die UNESCO-Modellregion. „Unsere Kulturlandschaft zu bewahren und gleichzeitig Zukunftschancen für die ländliche Region im Wiesental zu schaffen, macht das Biosphärengebiet Schwarzwald zu einem Erfolgsmodell in der Region. In vorbildlicher Weise unterstützt die Geschäftsstelle Projekte und Ideen zur nachhaltigen Gestaltung der ländlichen Region. Dabei arbeiten auch wir als Landkreis in vielen Bereichen eng mit der Geschäftsstelle zusammen, um die Region fit für die Zukunft zu machen“, so Landrätin Marion Dammann.
Bürgermeister Peter Palme betonte: „Zell im Wiesental wurde vor 750 Jahren zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Hier kann man den Wandel und die vielen Umbrüche, die die Region über die Jahrhunderte mitgemacht hat, hautnah erleben – zum Beispiel im Wiesentäler Textilmuseum. Wir freuen uns daher, dass wir zum Jubiläum das Biosphärenfest zu uns in die Stadt holen konnten und den Besucherinnen und Besuchern die vielen tollen Angebote in Zell zeigen können.“
Neben zahlreichen regionalen Produkten wie Ziegenkäse und –wurst, Kräuterprodukten, Holzschnitz- und Drechselarbeiten, Eselmilch- und Alpakaseifen und vielem mehr konnten Besucherinnen und Besucher an vielen Ständen selbst Hand anlegen. Ob Basteln, Tierspuren erkennen, Taschen und Buttons bemalen, Holz sägen und selbst Alpaka-Fleece herstellen oder mit regionalen Produkten kochen – besonders für Kinder und Familien bot das Fest einen abwechslungsreichen Sonntag.
„Zell ist eine der wichtigsten Gemeinden im Biosphärengebiet“, so Walter Kemkes, Geschäftsführer des Biosphärengebiets. „Es ist die Stadt mit den meisten Biosphären-Partnerbetrieben und eine der Gemeinden, die mit der gesamten Gemarkung dem Gebiet beigetreten sind. Ich freue mich daher besonders, dass wir das letzte Fest vor meinem Ruhestand Ende Juli hier feiern durften.“
Neben dem Fest konnten Besucherinnen und Besucher am Sonntag auf Exkursionen die Stadt und die Umgebung erkunden und dabei mehr über die Rolle der Wiese und der Textilproduktion erfahren, bei den Biosphären-Partnern Produkte probieren und vieles mehr. Beim Biosphären-Quiz gab es tolle Preise der Partnerbetriebe zu gewinnen und auf der Bühne gab es neben Musik verschiedener lokaler Künstlerinnen und Künstler spannende Talks zum Thema Wasserversorgung im Schwarzwald, zum neuen Biosphären-Wildniscamp in Häusern und den Mehrwerten des Biosphärengebiets für die Region.
Das Biosphärenfest findet jedes Jahr in einer anderen der 29 Gemeinden des Biosphärengebiets Schwarzwald statt. Vergangenes Jahr hat Freiburg das Biosphärenfest ausgerichtet, der Veranstaltungsort für das kommende Jahr wird auf der Lenkungskreissitzung im Herbst festgelegt.
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