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Wirtschaft, Soziales und Kultur

Knapp 36 Millionen Euro fließen in den Regierungsbezirk Freiburg

Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

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Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat die ELR-Programmentscheidung für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Demnach steht landesweit dieses Jahr eine Summe von rund 112 Millionen Euro für das Förderprogramm zur Verfügung.  

Nahezu 36 Millionen Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Landes fließen in diesem Jahr in den Regierungsbezirk Freiburg. Davon profitieren 371 Projekte in 167 Gemeinden, darunter Vorhaben im Wohnungsbau und im Gewerbe. Insgesamt werde damit ein Investitionsvolumen von 210 Millionen Euro angestoßen. Das hat das Regierungspräsidium Freiburg mitgeteilt. 

„Das ELR-Programm setzt wirksame Anreize zur Stärkung des ländlichen Raums, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern. Das Ergebnis von mittlerweile 30 Jahren aktiver Unterstützung strukturschwächerer Städte und Gemeinden kann sich sehen lassen“, sagte Regierungspräsident Carsten Gabbert. Mit den vier Förderbereichen Wohnen, Arbeiten Grundversorgung und Gemeinschaftseinrichtungen setze die Unterstützung der Städte und Gemeinden in ländlichen Ortschaften und in Streusiedlungsbereichen genau dort an, wo sie dringend benötigt wird.  

Der Schwerpunkt des Programms zielt derzeit auf die Innenentwicklung ländlicher Kommunen und vor allem auf die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum. So können im Regierungsbezirk Freiburg Eigentümer von 466 Wohnungen nun bald einen Zuschuss erhalten. Mit dem Geld werden Wohnungen modernisiert, umgebaut, aufgestockt oder bestehende Gebäude zu Wohnraum umgenutzt. Dies geschieht weitgehend flächenneutral.

Zudem profitieren 74 Gewerbebetriebe von den ELR-Mitteln. Durch die anstehenden Investitionen werden 286 Arbeitsplätze neu geschaffen und 713 Arbeitsplätze im Bestand gesichert. Ein Förderschwerpunkt liegt hierbei unter anderem auf der Verlagerung von Gewerbebetrieben aus störender Gemeingelage wie beispielsweise aus Wohngebieten heraus, hinein in Gewerbegebiete, in denen sie mit ihrem oft unvermeidbaren Lärm oder Lieferverkehr nicht mehr stören. 

Zudem erhalten zwölf Betriebe wie Dorfgasthäuser, Metzgereien und Dorfläden einen Zuschuss, um die Grundversorgung im ländlichen Raum zu erhalten. 

Vom Bauen mit ELR-Mitteln profitieren auch der Klimaschutz und die heimische Holzwirtschaft. So erhalten mehr als die Hälfte aller Förderprojekte in unserem Regierungsbezirk für die überwiegende Verwendung von Holz in der Tragwerkskonstruktion eine erhöhte Zuwendung. „Der Holzbau hat in unserer Region eine lange Tradition und wird ständig durch innovative Ideen weiterentwickelt. Durch den CO2-Speicher-Zuschlag des ELR, entscheiden sich viele Projektträger für dieses nachwachsende Baumaterial, das oft aus heimischen Wäldern stammt“, erläutert Regierungspräsident Gabbert. 

Mit der Gemeinde Biberach im Kinzigtal bekommt die erste Modellgemeinde im Regierungsbezirk eine Förderung für nachhaltige Strukturentwicklung (MOGENA). In Ergänzung zu dem erfolgreichen Vorgängerprogramm, den Schwerpunktgemeinden, setzen sich MOGENA auch mit dem Klimaschutz und der Klimaresilienz auseinander. Nach dem intensiven Anerkennungsprozess stehen Biberach damit für den Anerkennungszeitraum von fünf Jahren mehreren Millionen Euro für Einzelprojekte für flächensparende Siedlungsentwicklung, demografische Entwicklung oder auch für den Schutz von Natur und Landschaft, insbesondere im Sinne von kommunalem Klimaschutz und Klimaresilienz, zur Verfügung. 

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