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Umwelt, Naturschutz und Hochwasserschutz

Baubegleitgruppe für den Hochwasserrückhalteraum Wyhl/Weisweil gestartet

Ziel ist die gegenseitige Information und Abstimmung zu laufenden und zukünftigen Baumaßnahmen

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Ein Bagger im Rheinwald

Im Weisweiler Rathaus hat am Dienstag erstmals die neu eingerichtete Begleitgruppe zum Bau des Hochwasserrückhalteraum Wyhl/ Weisweil (Kreis Emmendingen) getagt. Neben den Bürgermeistern der Gemeinden Wyhl, Weisweil, Sasbach und Rheinhausen nahmen an dem Treffen Vertreter der Bürgerinitiative und des Referats für das Integrierte Rheinprogramm im Regierungspräsidium Freiburg (RP) teil. Wie das RP mitteilt, fand ein intensiver Austausch statt. 

Ziel der Begleitgruppe ist die gegenseitige Information und Abstimmung zu laufenden und zukünftigen Baumaßnahmen. Vereinbart wurde deshalb ein regelmäßiges Treffen, damit auch von kommunaler Seite und der Bürgerinitiative der Bau des Rückhalteraums eng begleitet werden kann. So werde sichergestellt, dass das Hochwasserschutzprojekt mit größtmöglicher Transparenz umgesetzt wird, heißt es aus dem RP. Die Behörde weist darauf hin, dass alle vorgesehenen Bauarbeiten für den künftigen Einsatz des Rückhalteraums zum Hochwasserschutz erforderlich sind. Für die geplanten ökologischen Flutungen sind darüber hinaus keine zusätzlichen Baumaßnahmen notwendig.

Die Fachleute des RP stellten die aktuellen Baumaßnahmen im Weisweiler und Sasbacher Rheinwald vor. Die Arbeiten haben Mitte Januar im Weisweiler Rheinwald begonnen. Bis Ende Februar werden die erforderlichen Fällarbeiten abgeschlossen sein. Danach erfolgt die Herstellung einer Schlutenverbindung. Darüber hinaus werden derzeit auch bestehende Erdwälle gerodet, die Strömungshindernisse im Rückhalteraum darstellen. Diese werden danach abgetragen. Ziel dieser Maßnahmen ist es zu gewährleisten, dass eine gute Durchströmung des Rückhalteraumes zunächst über das Gewässer- und Schlutensystem wie auch bei flächenhafter Überflutung besteht. Das bei den Arbeiten anfallende Erdmaterial wird zum Bau von Wildrettungshügeln im Rückhalteraum verwendet. Damit werden zugleich die Transportwege optimiert. Für die Wildrettungshügel wird an heute bereits überschütteten Bunkeranlagen jeweils eine größere, hochliegende Fläche geschaffen.

Ebenfalls im ersten Quartal des Jahres wird auf Gemarkung Sasbach vom geplanten neuen Einlassbauwerk bis zum heutigen durchgehenden Altrheinzug eine neue Gewässerverbindung geschaffen. Dabei werden vorhandene Schluten und Senken eingebunden, so dass ein naturnahes, ökologisch durchgängiges Gewässer entsteht. Künftig wird damit auch eine Durchwanderung des Rückhalteraumes für Fische zurück in den Rhein ermöglicht.

Das RP wird während der Bauphase kontinuierlich über alle anstehenden Arbeiten informieren. Dafür wurde auch ein Newsletter eingerichtet, für den sich alle Interessierten auf der Internetseite des RP anmelden können: www.rhr-ww.irp-bw.de. Größere Baumaßnahmen wird das RP mit einem Infoblatt und Tagen der offenen Baustelle begleiten, um den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort die Baumaßnahmen zu erläutern und für Fragen zur Verfügung zu stehen. 

Weitere Information: Das Integrierte Rheinprogramm (IRP) ist ein Vorhaben des Landes Baden-Württemberg, das auf ehemaligen Überflutungsflächen zwischen Basel und Mannheim insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume umfasst. Mit dem Bau des Hochwasserrückhalteraumes Wyhl/Weisweil können nach Fertigstellung bis zu 7,7 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden und so zum Hochwasserschutz für die Rheinunterlieger beitragen. Weitere Informationen zum IRP finden Sie im Internet unter www.rhr-ww.irp-bw.de.

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