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Ausbau der Bahn zwischen Lottstetten und Jestetten-Süd (Kreis Waldshut)
Regierungspräsidium leitet Planfeststellungsverfahren ein
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Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) hat das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Bahn zwischen Lottstetten und Jestetten-Süd (Kreis Waldshut) eingeleitet. Die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) möchten den Abschnitt zwischen Rafz (CH) und Jestetten-Süd auf einer Strecke von 3,6 Kilometern zweigleisig ausbauen. Damit soll die Kapazität der Bahnstrecke zwischen Bülach und Schaffhausen erhöht werden. Sowohl im Regionalverkehr als auch im Fernverkehr soll ein Halbstundentakt umgesetzt werden. Im Güterverkehr sind zwei Fahrten pro Stunde geplant, heißt es in einer Pressemitteilung des RP.
Wegen des zweigleisigen Ausbaus der Bahntrasse passt die SBB auch Brücken und Straßen an, teilweise werden sie vollständig erneuert. Vor allem das Viadukt in Lottstetten ist betroffen. Der Bahnsteig in Lottstetten wird auch komplett neugebaut und erhält eine neue Personenunterführung. Angepasst werden außerdem die Werkleitungen und zahlreiche Stützmauern, die die Bahngleise in Dammlage sichern. Vom Ausbau ist insbesondere der Ortskern von Lottstetten betroffen. Im Bereich der Siedlungsgebiete sind durchgehende Lärmschutzwände geplant. Auch ökologische Ausgleichsmaßnahmen sind Teil des Vorhabens.
Der Ausbau der Bahn soll im laufenden Betrieb erfolgen und insgesamt rund vier Jahre dauern. Die dennoch erforderliche fünfwöchige und im weiteren Verlauf noch einmal einwöchige Totalsperrung soll nach Möglichkeit in die Schulferien gelegt werden, um den Pendelverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Das RP weist darauf hin, dass sich das Planfeststellungsverfahren ausschließlich auf den auf deutschem Gebiet liegenden Abschnitt bezieht, der an der schweizerisch-deutschen Staatsgrenze bei Lottstetten beginnt und in Jestetten-Süd endet. Die Ausbaupläne und weitere Unterlagen können ab Mittwoch, 4. Juni, hier eingesehen werden.
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