Beton mag keine Kälte. Wie machen die Projektverantwortlichen den Werkstoff winterfest?
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Durch eine Änderung der Mischverhältnisse produziert die mobile Betonmischanlage nun die Wintermischung
Durch eine Änderung der Mischverhältnisse produziert die mobile Betonmischanlage nun die Wintermischung
Frischer Beton reagiert empfindlich auf tiefere Temperaturen. Je niedriger die Umgebungstemperatur, desto länger benötigt der Beton um auszuhärten. Ist es zu kalt, kann sogar der Wasseranteil im Beton gefrieren und das Material nimmt Schaden.
Mit gewissen Vorbereitungen kann aber auch in der kalten Jahreszeit mit Beton gearbeitet werden: Einerseits werden Schalung und Bewehrung vor der Betonage vorgeheizt – andererseits wird die Betonrezeptur geändert und eine spezielle Wintermischung hergestellt: Dabei wird üblicherweise der Zementgehalt erhöht, sodass der Beton seine Mindestdruckfestigkeit so schnell erreicht, als würden Normaltemperaturen vorherrschen.
Zwar macht die Zementzugabe den Werkstoff teurer, die Festigkeitsentwicklung ist jedoch wichtig, um die Taktung auf der Baustelle aufrecht zu erhalten. Die richtige Nachbehandlung ist entscheidend, damit der Beton trotz Wintermischung die Mindestdruckfestigkeit überhaupt erreichen kann. So wird der Werkstoff im Winter auch so lange wie möglich in der Schalung belassen und mit Thermomatten abgedeckt, um nicht auszukühlen.